Jahresbilanz 2015:
Grey überwindet "Umsatzdelle" und feiert Kreativerfolg
Als "Comeback-Agentur des Jahres" feiert sich Grey in seiner Jahresbilanz 2015. Bei Kreativwettbewerben lief es blendend und auch das Neukundengeschäft wertet das Network mit Standorten in Berlin und Düsseldorf als Erfolg.
Als "Comeback-Agentur des Jahres" feiert sich Grey in seiner Jahresbilanz 2015. Bei Kreativwettbewerben lief es blendend und auch das Neukundengeschäft wertet das Network mit Standorten in Berlin und Düsseldorf als "vollen Erfolg". Traditionell lädt die Agentur Anfang Dezember zur Pressekonferenz nach Düsseldorf und gibt Auskunft über ihre Geschäftsentwicklung. Allerdings ohne konkrete Zahlen über Umsatz und Gewinn zu nennen - wegen Vorgaben der börsennotierten Holding WPP.
Auch wirtschaftlich bleibe Grey auf "Erfolgskurs" - trotz Verlust der Großkunden Allianz Ende 2014 und Karstadt 2015. Dadurch habe der Umsatz 2015 als "Einmal-Effekt" vor allem im ersten Halbjahr "temporär eine Delle" erfahren, so die Umschreibung des Networks. Mehr als 40 Neugeschäftsgewinne hätte diesen Verlust jedoch zum "Großteil" wieder ausgleichen können. Bis Jahresende werde die Wirtschaftlichkeit der Agentur im Vergleich zum Vorjahr wieder steigen. 2014 präsentierte Grey ein Umsatzwachstum von vier Prozent, 2013 stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent.
Besonders stolz ist Grey auf Platz 6 im Kreativranking 2015, nach Platz 24 im Vorjahr. Erstmals in ihrer über 60-jährigen Geschichte landet die Agentur dort so weit vorne. Entsprechend feiert sie die zahlreichen Awards, die sie vor allem für Soundcloud gewann, aber auch mit Arbeiten für Germanwings, Hansemerkur und "Welt am Sonntag". 14 Löwen inklusive einen Grand Prix gewann Grey in Cannes, außerdem drei Auszeichnungen bei den Euro Effies und neun bei den London International Awards.
In der zweiten Jahreshälfte, nach dem Erfolg in Cannes, haben sich unter anderem Warsteiner, Heineken und Barmer GEK für die Zusammenarbeit mit der Agentur entschieden, ganz aktuell auch Led Lenser. Für Dickjan Poppema, CEO Grey Germany, ein Indiz, dass die Umstrukturierung der Agentur greift: "In diesem Jahr können wir die Früchte unserer Weiterentwicklung zu 'New Grey' ernten. 2015 war das kreativ beste Jahr unserer Firmengeschichte und wir haben auch potentiellen Kunden eindrucksvoll gezeigt, dass bei Grey ein wirklicher Veränderungsprozess stattgefunden hat." Aus allen Teilagenturen arbeiten mittlerweile 348 Mitarbeiter bereichsübergreifend zusammen. Die Zahl der Mitarbeiter ist damit gesunken, 2014 waren es noch 362. Stattdessen setzt Grey verstärkt auf spezialisierte Freelancer.
Auch das Management ist nun komplett: Jochen Fischer kümmert sich seit Dezember als Chief Operating Officer für die Grey Gruppe um den Abschluss der Integration der verschiedenen Agentur-Einheiten. So wurde im Zuge der Zusammenführung der Tochterunternehmen unter der Marke Grey im November die Agentur Gramm umgelabelt in Grey b2b. Christoph Pietsch kümmert sich als Chief Marketing Officer unter anderem um die Eigenvermarktung der Agentur. Seit Sommer verstärkt außerdem Felix Lemcke als Executive-CD die Kreation der Agentur.
Seinem Ziel, Grey "wieder zur ersten Agentur am Hauptsitz in Düsseldorf zu machen", fühlt sich Dickjan Poppema "ein großes Stück näher gekommen". Kräftig gefeiert wurde der Cannes-Erfolg deshalb mit der "First Night Of Creativity", die Grey gemeinsam mit dem Marketingverband und der Wirtschaftsförderung im September in der Messe ausrichtete.