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Facebook-Reaktionen auf Medien:
Hass-Kommentare kommen oft von extrem aktiver Minderheit

Laut einer Analyse geht die Hälfte der Likes bei Hass-Kommentaren auf Facebook auf nur fünf Prozent der Accounts zurück. Die Details.

Text: W&V Redaktion

21. Februar 2018

Thema für den Faktenfinder der Tagesschau: Nur wenige Trolle sorgen auf Facebook für viel Hass.
Thema für den Faktenfinder der Tagesschau: Nur wenige Trolle sorgen auf Facebook für viel Hass.

Foto: Screenshot Tagesschau.de

Soziale Netzwerke werden von Anhängern der AfD und der Identitären Bewegung manipuliert, sagt eine Studie des Londoner Institute for Strategic Dialogue laut NDR. Demnach versuchen rechte Gruppen, Facebook zu beeinflussen, indem sie zu bestimmten Uhrzeiten ihre Hashtags in die Trends katapultieren.

Laut der Analyse geht die Hälfte der Likes bei Hass-Kommentaren auf Facebook auf nur fünf Prozent der Accounts zurück. In dieser lautstarken Minderheit gebe es außerdem einen extrem aktiven Kern. So lassen sich der Analyse zufolge 25 Prozent der Likes auf nur ein Prozent der Profile zurückführen.

Diese sehr aktiven Nutzer gingen oft gemeinsam vor, zumindest bei Diskussionen, in denen Hass-Inhalte eine Rolle spielen. Dagegen seien sie bei anderen Themen oft weitgehend passiv.

Studie wertet Reaktionen auf Medien aus

Für die Studie in Kooperation mit dem Institut for Strategic Dialogue in London wertete der IT-Experte Philip Kreißel 3000 Veröffentlichungen und 18.000 Kommentare auf Facebook im Januar zu Beiträgen von Bild, Focus Online, Kronen-Zeitung, Spiegel Online, tagesschau.de, Welt und den ZDF-Nachrichten "heute" aus.

"Rechte Gruppierungen versuchen, gezielt die Facebook-Algorithmen zu manipulieren. Dazu einigen sie sich auf Uhrzeiten und Hashtags, um diese in die Top-Trends zu katapultieren", so Julia Ebner vom Institut für Strategic Dialogue gegenüber dem NDR.

W&V Online/dpa


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W&V Redaktion
Autor: W&V Redaktion

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