Online-Media:
IVW: Spiegel Online schwächelt
Wachstumsstark, populär und profitabel: Spiegel Online gilt im deutschen Online-Mediengeschäft eigentlich als das Maß der Dinge. Aber laut IVW ist den Hamburgern zuletzt die Puste ausgegangen.
Wachstumsstark, populär und profitabel: Spiegel Online (Spon) gilt im deutschen Online-Mediengeschäft eigentlich als das Maß der Dinge. Aber laut IVW ist den Hamburgern zu Jahresbeginn die Puste ausgegangen. Mit rund 200 Millionen Visits lag Spon im Januar zwar immer noch um Längen vor der Konkurrenz, verfehlte aber das Vorjahresergebnis (203 Millionen). Der Münchner Konkurrent Focus Online - vor Jahren noch hoffnungslos abgeschlagen - konnte dagegen massiv zulegen: Binnen zwölf Monaten steigerte sich das Burda-Portal von 60,7 auf 103 Millionen Visits. Zur Erinnerung: Noch vor drei Jahren schaffte Focus noch nicht einmal ein Viertel des Spiegel-Traffics.
Auch die anderen großen News-Portale konnten anders als Spiegel Online im Vorjahresvergleich deutlich zulegen. Bild.de kam trotz Paid Content auf 294 Millionen Visits ( + 13,5 Prozent), Welt.de wuchs um mehr als sieben Prozent auf 53,4 Millionen Visits und Süddeutsche.de erreichte im Januar 50,9 Millionen Visits - über zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. Erfreut dürfte man auch bei der FAZ sein: Das Online-Portal der "Frankfurter Allgemeinen", seit vergangenem Jahr unter der Leitung des früheren "Spiegel"-Chefs Mathias Müller von Blumencron, meldete für Januar 34 Millionen Visits und schaffte damit einen neuen Rekord. Im Jahr zuvor hatte FAZ.Net erst 28,6 Millionen Visits ausgewiesen.
Die kompletten IVW-Zahlen gibt es hier.