Forschungsgruppe Wahlen:
Internet-Strukturdaten: So surfen die Deutschen
Nur 22 Prozent der deutschen Erwachsenen sind noch offline, wie aus den Internet-Strukturdaten der Forschungsgruppe Wahlen hervorgeht. 78 Prozent surfen demnach zu Hause, am Arbeitsplatz oder anderswo im Web.
Nur 22 Prozent der deutschen Erwachsenen sind noch offline, wie aus den Internet-Strukturdaten der Forschungsgruppe Wahlen hervorgeht. 78 Prozent surfen demnach zu Hause, am Arbeitsplatz oder anderswo im Web. Es sind etwas mehr Männer (85 Prozent) als Frauen (72 Prozent). Ausgeprägter ist die Internet-Nutzung im Westen, dort waren im dritten Quartal 2013 80 Prozent der Bürger online, während es im Osten 73 Prozent waren.
Größer sind die Unterschiede aber, wenn man die verschiedenen Altersgruppen untersucht. Von den unter 60-Jährigen waren in den vergangenen Monaten mit 95 Prozent nahezu alle online, während es bei den Bürgern ab 60 Jahren nur 48 Prozent waren. Auch bei den älteren Surfern sind es mit 62 Prozent mehr Männer als Frauen (36 Prozent).
Die Nutzungsintensität variiert stark mit dem Alter: Über zehn Stunden pro Woche surfen von den 18- bis 24-Jährigen 60 Prozent, in der Generation 60 plus nur neun Prozent. Von allen Befragten waren 28 Prozent mehr als zehn Stunden pro Woche online. Ein größerer Anteil, 34 Prozent, war zwischen drei und zehn Stunden pro Woche im Internet und weitere 15 Prozent nur eine bis zwei Stunden. Auch bei der Nutzungsdauer liegen die Männer in allen Altersgruppen vor den gleichaltrigen Frauen.
Die formale Bildung macht bei Bürgern unter 35 Jahren kaum einen Unterschied in der Online-Nutzung. Bei den über 35-Jährigen dagegen schon. Während 82 aller Bürger über 35 mit Hochschulreife online sind, liegt der Anteil der Befragten mit Mittlerer Reife oder mit Hauptschulabschluss und Lehre surfen bei 66 Prozent bzw. bei 68 Prozent und bei Befragten mit Hauptschulabschluss ohne Lehre bei 52 Prozent.
Eine weitere Auswirkung auf die Internet-Nutzung scheint die Berufsgruppenzugehörigkeit zu haben. So lag der Onliner-Anteil im dritten Quartal in der Gruppe der einfachen bis mittleren Angestellten und Beamten sowie in der Gruppe der leitenden Angestellten und höheren Beamten bei 81 Prozent und bei den Selbstständigen bei 83 Prozent. Der Anteil der Internet-Nutzer in der Gruppe der Arbeiter fiel hingegen unterdurchschnittlich aus (69 Prozent).
Eine Informationsquelle für Politik-Nachrichten ist das Web noch nicht für die Mehrheit der deutschen Erwachsenen. Nur 44 Prozent informieren sich online über Politik. Innerhalb der Gruppe der Onliner ist dieser Wert etwas höher, bei 56 Prozent. Zum Teil sind es wesentlich mehr Männer als Frauen, die das das Internet als Informationsquelle nutzen, außerdem sind es häufiger die unter 60-Jährigen als die über 60-Jährigen.