
ADC-Mitglied:
Kreativdirektor Tim Schneider ohne Heimat
Nach 15 Jahren verlässt der vielfach ausgezeichnete Kreativdirektor Tim Schneider die Agentur Heimat. Er und die Agentur hätten sich "im gegenseitigen Einvernehmen getrennt", heißt es. Jedenfalls offiziell.
Nach über 15 Jahren verlässt der vielfach ausgezeichnete Kreativdirektor Tim Schneider die Agentur Heimat. Die Werbeschmiede und der Top-Kreative hätten sich "im gegenseitigen Einvernehmen getrennt", sagt Heimat-Geschäftsführer Matthias von Bechtolsheim. Die Personalie dürfte mit der Neuausrichtung der Agentur zusammenhängen, die sich zukunftsfester aufstellen will und deshalb unter anderem ihre Digital-Unit ausbaut.
Aus dem Umfeld der Agentur hört man nur zurückhaltende Kommentare zu der Personalie. Vor gut einem Jahr hatte Schneider einen Fahrradunfall, den er nicht selbst verschuldet hatte, der ihn aber für mehrere Monate außer Gefecht setzte. Seit Juni dieses Jahres ist er bei Heimat freigestellt. Ab November ist er dann auch vertraglich ein freier Mann: erstmals in seiner 20-jährigen Karriere in der Werbebranche.
Der Kreative steht jetzt vor einem Neuanfang. Er hat bereits Gespräche in der Agenturbranche geführt, die laufen aber noch. "Ich darf ja erst ab dem 1. November arbeiten." Ob er sich weiterhin in der Agenturbranche engagieren möchte, weiß er noch nicht genau. "Ich werde mir auch Unternehmen, Digitalagenturen und Startups anschauen. Das finde ich zurzeit sogar spannender als klassische Agenturen. Aber mal sehen", sagt Schneider. Werbung habe ihm lange Jahre Spaß gemacht, jetzt sei es vielleicht an der Zeit, etwas Neues zu beginnen.
Schneider ist Mitglied des Art Directors Club und begann seine Karriere bei BBDO und Grabarz & Partner. 1999 kam er als Artdirektor zu Heimat Berlin, um dann rasch zum CD und Grouphead aufzusteigen. Danach folgten über 150 Auszeichnungen beim ADC, Effie und in Cannes. Schneider arbeitete auf Kunden wie Hornbach, VW, Rewe, Nike, Audi, Mini, Easycredit und Burger King.
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