Live aus Cannes: 16 Radio-Nominees aus Deutschland
Letztes Jahren waren es nur elf, 2008 gehen die Deutschen mit 16 Radio-Kampagnen ins Löwenrennen. Zwar konnten die Werber jenseits des Rheins im vergangenen Jahr nur einen Löwen verwandeln. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt.
Deutsche Radiowerbung hatte es in Cannes nie leicht. Seit das International Advertising Festival in London den Wettbewerb 2005 eingeführt hat, haben die Deutschen nur wenige Radio-Löwen mit nach Hause gebracht. Häufig fehlt es an der Verkaufe. "Es reicht nicht, die Spots einfach zu übersetzen", hatte Juror Matthias Lührsen vergangenes Jahr gesagt. Die Spots müssten gleich auf englisch produziert werden. Das erleichtere den Zugang zu einem Werbemedium, das mehr als alle andere national,wenn nich lokal funktioniere.
Die Chancen stehen dieses Mal nicht schlecht, wenn man die Shortlist betrachtet. Mit 16 platzierten Arbeiten stehen die Deutschen besser als jede andere Nation da. Eingereicht hatten sie 113. Stark vertreten sind auch die USA. Unter den Nominierten sind unter anderem Einreichungen von Jung von Matt (Mercedes-Benz), BBDO (Smart), Serviceplan (Rodenstock), Grabarz & Partner (Volkswagen), DDB (Ikea) und Springer & Jacoby (DWS).
Die Radio-Lions werden am Dienstag im Palais des Festivals verliehen. Die Jury, die noch tagt, hatte insgesamt 1259 Vorschläge aus 56 Ländern zu beurteilen. Für Deutschland juriert Hans-Peter Albrecht aus München.