Massen-Pitch der Telekom sorgt für Wirbel
Aufregung in der Event-Branche: Die Deutsche Telekom will ihre Agenturbeziehungen im Veranstaltungsbereich sortieren und ruft zu einem Massen-Pitch auf. Dafür gibt es nicht nur Zustimmung in der Branche.
Aufregung in der Event-Branche: Die Deutsche Telekom will ihre Agenturbeziehungen im Veranstaltungsbereich sortieren und ruft zu einem Massen-Pitch auf. Ende Oktober lud der Konzern zu einer Bieterkonferenz für Event-Dienstleistungen nach Bonn. Nicht weniger als 90 Agenturen erhielten eine Einladung vom zentralen Einkauf, rund 80 nahmen an der Vorstellung der Ausschreibungsbedingungen teil. Jetzt sollen im weiteren Verfahren die Event-Schmieden bestimmt werden, die künftig dauerhaft für die Bonner arbeiten.
Im Prinzip begrüßt die Branche das Vorgehen. Denn das Pitchen um einzelne Events ist ein Dauerproblem der Zunft, der Wunsch nach langjährigen Geschäftsbeziehungen, wie sie bei Fullservice-Agenturen üblich sind, groß. Damit könnten Pitch-Kosten besser armortisiert werden. Jedoch üben Pitch-Teilnehmer Kritik an der Durchführung, die der Branchenverband FME jetzt in einem offenen Brief an die Telekom bündelt. Darin wird gefordert, dass das Pitch-Ergebnis auch tatsächlich verbindlich für alle Fachabteilungen ist. Der FME hinterfragt auch, ob die Einkaufsabteilung die richtige Instanz für die Pitch-Entscheidung ist. Zudem weist der Verband darauf hin, dass das Verfahren die Branche insgesamt einen siebenstelligen Betrag kosten wird, und mahnt Sorgfalt an.
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