Provider fordert Öffnung der Breitbandnetze für den Wettbewerb
Im Zuge des Ausbaus schneller Internetverbindungen fordert die United-Internet-Tochter 1&1, dass auch die Netze der TV-Kabelnetzbetreiber und das VDSL-Angebot der Telekom für den Wettbewerb geöffnet werden. Für den Netzausbau schlägt das Unternehmen ein Mitinvestitionsmodell vor.
Die United-Internet-Tochter 1&1 fordert in einem Positionspapier, dass auch die TV-Kabelnetzbetreiber bei dem Ausbau schneller Internetverbindungen reguliert werden. Das Breitbandnetz soll dem Wettbewerb geöffnet werden. Das gilt für die Kabelnetzbetreiber wie für das VDSL-Angebot der Telekom, da sonst einem 1&1-Sprecher zufolge die Gefahr eines Doppelmonopols bestehe.
Das W&V Online vorliegende Positionspapier legt 1&1-Chef Robert Hoffmann heute der Bundesnetzagentur vor. "Am liebsten wäre uns eine Deutsche Breitbandgesellschaft, an der alle ihren Anteil hätten“, sagte er gegenüber der "Welt". In dem Papier schlägt das Unternehmen ein Mitinvestitionsmodell vor.
Für den Ausbau der Infrastruktur bietet 1&1 der Telekom und den Kabelnetzbetreibern an, den Aufbau entsprechend der selbst gewünschten Kapazität mitzufinanzieren - im Tausch gegen Nutzungsrechte ohne Verfallfrist. Das Modell solle jedem Investor oder Infrastruktur-Betreiber offenstehen.
Bis Mitte des Jahres hält Hoffmann der "Welt" zufolge eine Einigung für nötig, um nicht den Anschluss im europäischen Wettbewerb zu verpassen.