Reader's Digest springt auf den eBook-Zug auf
Es gibt Anzeichen, dass der Widerstand des deutschen Buchlesers gegen den aus den USA herüberschwappenden eBook-Trend nachlässt. Genügend Angebote gibt es inzwischen - jetzt auch von Reader's Digest.
Lange galt der deutsche Buchleser als resistent gegenüber dem jüngsten Techniktrend aus den USA: Bücher auf Plastikbildschirmen zu lesen erschien vielen unvorstellbar. Gerade mal 21,2 Millionen Euro setzte der Buchhandel 2010 mit eBooks um, knapp zehn Milliarden Euro ist der deutsche Buchmarkt insgesamt schwer. Doch der Widerstand lässt nach: 2011 wird sich der Umsatz, prognostiziert die Unternehmensberatung PriceWaterhouseCoopers, bereits mehr als verdreifacht haben. Anzeichen für eine Trendumkehr sind auch die hohen Verkaufszahlen digitaler Lesegeräte. Kein Produkt verkaufe sich derzeit besser als der Kindle, meldet Amazon Deutschland fröhlich. Konkurrent Weltbild ist etwas konkreter: "Eine hohe sechsstellige Zahl" sei die Menge der verkauften eReader in der Weihnachtssaison, so Weltbild-Geschäftsführer Klaus Driever.
Ein weiterer großer Spieler drängt jetzt mit einem eBook-Shop in den Markt: Reader's Digest hält auf seiner Plattform 48.000 digitale Bücher parat. Nicht nur aus eigener Fabrikation, sondern auch von anderen Verlagen, über 300 insgesamt sind in der Online-Buchhandlung präsent. Heruntergeladen werden können die digitalen Bücher auf alle Lesegeräte mit einer entsprechenden Readersoftware. Bei Reader's Digest gibt es vor allem belletristische Bücher und Ratgeber, aber auch Kinderbücher, Fachbücher und Reiseliteratur kann man kaufen.