Neues Logo:
Rebranding von Airbnb: Der inszenierte Social-Media-Aufreger
Ein neues Logo, das an ein Geschlechtsorgan erinnert: Gibt es für das Social Web eine bessere Steilvorlage? Und ein dankbareres Sommerloch-Thema? Natürlich nicht. Mit einer Infografik setzt Airbnb unter eine clever inszeniertes Rebranding den Schlusspunkt.
Ein neues Logo, das an ein Geschlechtsorgan erinnert: Gibt es für das Social Web eine bessere Steilvorlage? Und ein dankbareres Sommerloch-Thema? Natürlich nicht. Zwei Tage nach der Vorstellung des neuen Markenzeichens "Bélo" von Airbnb gab es die unweigerliche "Airbnb Logos' Tumblr Pokes Inappropriate Fun at Company's New Logo"-Geschichte auf mashable.com. Dort las sie ein t3n-Redakteur, der sie unter der Headline "Airbnb-Logo als Zielscheibe des Spotts" zitierte. Den t3n-Artikel wiederum fand jemand bei Stern.de; dort lief das Thema dann unter der Überschriften-Variante "Das Internet lacht über das neue Airbnb-Logo". Der kurze "Stern"-Text beginnt mit den Worten: "Das haben sich die Online-Zimmervermittler von Airbnb sicherlich anders vorgestellt".
Irrtum, liebe Kollegen. Die "Online-Zimmervermittler" haben sich das genau so vorgestellt.
Denn Airbnb hat von Anfang an auf größtmögliche Aufmerksamkeit und Netz-Kreativität gesetzt. Das Unternehmen hat seine Nutzer sogar dazu aufgefordert, das Logo zu verändern. "Eine Website dazu bietet die Möglichkeit, unter anderem mit Farben und Mustern das Markenkennzeichen zu variieren", schrieb meine Kollegin Ulrike App am 17. Juli auf wuv.de.
Jedem war klar, was das bedeuteten würde: Debatte, Kritik, Kontroverse, Satire. Mit einem Wort - Interesse. Genau das hat Airbnb erreicht.
Folgerichtig und nicht ohne Stolz veröffentlicht das Unternehmen jetzt auch den "Bélo Report", die Infografik zum Netz-Ereignis:
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