Social Media im Mittelstand: Crowdsourcing für den Pizzabäcker
Innosabi, das Start-up hinter der Open-Innovation-Plattform unserAller, öffnet sein Angebot für kleine und mittlere Unternehmen. Ab dem 29. September können sie selbst Crowdsourcing-Projekte durchführen und etwa das Produkt der Woche entwicklen lassen.
Über mehrere Monate hinweg sind auf der Open-Innovation-Plattform unserAller bereits die ersten Projekte mit Hilfe der Community entwickelt worden, etwa Senf, Dressing und Duchgel. Jetzt öffnet Innosabi, das Start-up hinter der Plattform, sein Angebot. Kleine und mittlere Unternehmen können ab 29. September selbst Open-Innovation-Projekte durchführen. Innosabi will damit verstärkt zum Technologieanbieter werden. Denn anders als bei den bisherigen Projekten, die es daneben weiterhin gibt, übernimmt das Unternehmen bei den kleineren Projekten nicht die inhaltliche Betreuung. Damit ist Crowdsourcing „nicht mehr nur Unternehmen mit großen Marketingbudgets“ vorenthalten, findet Innosabi Geschäftsführer Jan Fischer.
Der Pizzabäcker um die Ecke kann also künftig beispielsweise selbst seine Pizza der Woche entwickeln lassen. "Vorstellbar ist, dass es für die Teilnehmer Rabatte gibt, und so die Kundenbindung erhöht wird" erklärt Catherina van Delden, eine der Gründerinnen gegenüber W&V Online.
Dieses Modell wählt i love leo, ein Frozen-Joghurt-Laden am Englischen Garten in München. Die Nutzer können über neue Sorten mitzubestimmen und allgemeines Feedback zum Service und Konzept geben. Im Gegenzug erhalten die Teilnehmer Rabatte.
Bislang fand die Produktentwicklung immer auf Facebook statt. Künftig gibt es auch einen Facebook-unabhängigen Zugang zur unserAller-Community. Die Projekte können aber auf Facebook-Fanpages eingebunden werden. Auch an der Möglichkeit, das Projekt in die jeweilige Homepage einzubauen, wird schon gearbeitet.