Springer baut verstärkt auf Video-Vermarktung
Der Verlag übernimmt Video-Vermarktung selbst und kooperiert mit SevenOne Media. Smartclip verliert wichtigen Kunden.
Ab 2011 wird Axel Springer Media Impact (ASMI) seinen Video-Content selbst im Markt anbieten. „Video-Angebote gewinnen im Online-Bereich sehr stark an Bedeutung“, sagt ASMI-Sales-Director Robert Bosch. Parallel steht das Springer-Portfolio künftig mit rund 20 Portalen und derzeit rund 30 Millionen Video-Abrufen im Angebot vom ProSiebenSat.1-Vermarkter SevenOne Media. Von dieser Zweitvermarktung verspricht sich Bosch deutlich mehr Reichweite für die Kunden. Insofern ist die Eigenvermarktung nur ein logischer Schritt.
Das bedeutet auch das Ende für das Vermarktungsmandat des Video-Spezialisten Smartclip. Damit verlieren die Hamburger einen wichtigen Referenzkunden. Da das Portfolio von Smartclip aber rund die Hälfte des professionellen Video-Contents und monatlich 24 Millionen Unique User abdeckt, spielt der Vermarkter auch ohne die Videos von Axel Springer weiter eine gewichtige Rolle.
SevenOne dagegen kann insbesondere seine Reichweite für die zielgruppengenaue Ansprache ausbauen. Die Nachfrage nach Bewegtbild-Targeting sei bereits heute sehr hoch, sagt Bosch. Beide nutzen hierfür den Dienstleister Nugg.ad, was die Sache vereinfacht. Thomas Port, Geschäftsführer Online Sales SevenOne Media, betont, mit der neuen Partnerschaft „ideale Zielgruppen-Kombinationen für den Videomarkt generieren zu können“. Zwar ist ProSiebenSat.1 bereits am Targeting-Joint-Venture AdAudience beteiligt, allerdings ebenso Wettbewerber (RTL). Deshalb beschränkt sich das AdAudience-Angebot auf Display-Werbung.