Taurus-Insolvenzverwalter will an Kirchs Privatvermögen
Die Pleite seines Medienimperiums im Frühjahr 2002 könnte Leo Kirch und seine früheren Manager noch teuer zu stehen kommen. Knapp fünf Jahren nach dem Zusammenbruch der Kirch-Gruppe verklagt ein Insolvenzverwalter den gescheiterten Mogul auf eine Millionenzahlung.
Die Pleite seines Medienimperiums im Frühjahr 2002 könnte Leo Kirch und seine früheren Manager noch teuer zu stehen kommen. Knapp fünf Jahren nach dem Zusammenbruch der Kirch-Gruppe verklagt ein Insolvenzverwalter den gescheiterten Mogul auf eine Millionenzahlung. Der Insolvenzverwalter der Taurus Holding werfe Kirch und fünf weiteren Managern vor, noch Zahlungen veranlasst zu haben, als die Gesellschaft bereits insolvenzreif war, teilte das Landgericht München I mit. Nun müsse geklärt werden, ob Kirch mit seinem Privatvermögen hafte. Die Verhandlung ist für den 23. April angesetzt.
Taurus war die Dach-Gesellschaft der Kirch-Gruppe. Mitte 2002 stellte sie Insolvenzantrag. Nach Einschätzung des Insolvenzverwalters war aber spätestens im Februar klar, dass die Gesellschaft überschuldet und damit insolvenzreif war. Spätere Zahlungen seien daher von den Geschäftsführern persönlich zurückzuerstatten. Die Forderungen an die sechs Geschäftsführer belaufen sich auf 7,4 bis 9,3 Millionen Euro.