Wie der KiKa den Kinderschuhen entwachsen will
Der öffentlich-rechtliche Kinderkanal KiKa macht auf Teenie: Er schlüpft in ein petrol-gelbes Outfit und startet neue Formate.
KiKa, der Kinderkanal von ARD und ZDF, wird 15 jahre alt. Höchste Zeit, die alten Hüllen abzustreifen. Nunmehr im Teenager-Alter will der Sender "programmlich und publizistisch den Fokus auf das Neue und die Erneuerung richten", so Programmgeschäftsführer Steffen Kottkamp. Unter anderem sollen künftig stärker ältere Kinder angesprochen werden.
Die erste deutliche Neuerung ist ab 14. Februar sichtbar, dann geht der Sender mit neuem Outfit und Logo on Air. Der Punkt im Schriftzug fällt weg, die Farben Petrol und Gelb bestimmen das Logo. Dass die Optik erwachsener wirkt, sei gewollt. Mit einem jugendlicheren Design sollen die älteren Kinder ab sechs Jahren angesprochen werden, sagt Kottkamp. Zum Design-Ziel teilt der Erfurter Sender mit: "Die Verpackung des Ki.Ka muss offen genug sein, um Sendungen für Jungs, Mädchen, Drei- und Dreizehnjährige rahmen zu können, jedoch auch geschlossen genug, um den Sender unzweifelhaft wiedererkennbar zu machen. Die DMC Group, München, und die Ki.Ka-Redaktion Promotion & Design unter der Leitung von Ellen Kärcher haben sich dieser Aufgabe gestellt."
Auch inhaltlich zielt der Sender mit zwei neuen Formaten auf die Älteren ab acht Jahren. Das Wissensmagazin "Erde an Zukunft" - moderiert von Felix Seibert-Daiker - befasst sich mit Umweltschutz und Zukunftsthemen, parallel auch im Online-Auftritt. Die neue Doku-Reihe "Schau in meine Welt" will über den Tellerrand blicken und stellt fremde Lebenswelten vor – ganz im Sinne des öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrags.