3. App Fatigue App Fatigue ist kein französisches Modelabel, sondern bezeichnet den Überfluss an Apps, die unsere Smartphones zumüllen. Daraus hat sich eine Müdigkeit (im französischen fatigué) vom ewigen links und rechts swipen eingestellt. Ohne die Suchfunktion unseres Smartphones finden wir nicht mehr zur gewünschten Anwendung. Und wenn wir ehrlich sind, nutzen wir nur ein Bruchteil der Apps regelmäßig. Mit Sprache wird das Auffinden von Informationen oder das Erledigen von Aufgaben einfacher und zugleich können wir uns wieder mit aufrechtem Gang durch die Welt bewegen. Schluss mit den Nackenschmerzen, unter denen wir durch das ständige Starren auf Displays seit Jahren leiden. Schauen Sie sich jetzt in diesem Moment um, dieser Anblick ist in wenigen Jahren hoffentlich Vergangenheit.

4. Routine In der Regel ist der Mensch ein Gewohnheitstier. Die Gesellschaft zu einer Verhaltensänderung zu bewegen, haben im Bereich Technologie oder soziale Interaktion nur wenige geschafft. Mit dem Einzug der Smartspeaker ist genau dieser Prozess gerade wieder angestoßen worden und nicht mehr aufzuhalten. Jüngsten Befragungen zufolge, hören Menschen mit Smart Speaker zuhause mehr Radio oder andere Audio-Inhalte. Das amerikanische Radio NPR verzeichnet nahezu exponentielle Wachstumsraten in der Zuhörerschaft über Alexa und gleichzeitig Rückgänge in der Nutzung über Smartphones. Der Transformation des Konsums von Medien werden andere Branchen bald folgen. Durch die Kombination von Lautsprecher und Sprachassistent und die Integration in unser Smart Home System gibt es selbst für die Gewohnheitstiere nicht mehr viele Gründe, nein zum “Alltagsupgrade Alexa” zu sagen.

5. Multimodalität Die Neuigkeiten um die Weiterentwicklung der Sprachassistenten-Technologie reißen nicht ab. Alexa erhält fast wöchentlich neue Funktionen und Verbesserungen. Die Verbreitung des Google Assistant in Smartphones ist schwindelerregend. Eines der Top-Themen, mit dem sich Entwickler von Sprachbenutzererlebnissen gerade intensiv beschäftigen, ist die nahtlose Integration mit anderen Technologien. So sind Echo-Geräte beispielsweise mit Displays ausgestattet worden, um Skills über einen weiteren Sinn wahrnehmbar zu machen. Es geht um “Voice-Plus” Erlebnisse, die zum Beispiel auf einem Touch-Screen ursprünglich starteten oder weitergeführt werden und Voice hier zu einem Teil der Costumer Journey werden. Außerdem geht es um Voice Apps, bei den ergänzende Informationen auf einem Bildschirm angezeigt werden, während man mit dem Sprachassistenten sprich.

Tim Kahle ist Mitgründer von 169 Labs in München, einer der ersten Voice-Assistant-Agenturen Deutschlands. Der Diplom-Medienökonom bringt Erfahrungen aus mehr als zehn Jahren im UX-/UI-Design und Onlinemarketing in die Agentur ein und ist damit für die Konzeption, das Design und die Vermarktung von Sprachanwendungen verantwortlich.


Autor: W&V Gastautor

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