“Der neuartige Ansatz, Augmented Reality Mechaniken direkt im Browser und ohne die Hürde, eine App installieren zu müssen, anzubieten, ist komplett aufgegangen“, so Gino Mamoli, Mitglied der Geschäftsleitung bei Crazy Legs, und weiter: „Basierend auf den verwendeten Devices und der organisch verbrachten Spielzeit bei Level 3, können wir bestätigen, dass die Zielgruppe offen dafür ist, AR-Inhalte zu Entertainment- und Informationszwecken in Retail-Umgebungen zu nutzen.”

 

Dazu Marketingleiterin Sarah Orlandi im Interview:

Frau Orlandi: Hugendubel hat bereits zum zweiten Mal auf Gamification und Augmented Reality gesetzt. Wie kam es dazu und wie kann der stationäre Handel von diesen virtuellen Trends profitieren?

Sarah Orlando: „Die Digital Natives verbringen immer mehr Zeit vor dem Bildschirm bzw. insbesondere mit dem Smartphone, statt ein gutes, informatives und spannendes Buch zu lesen. D.h., wir als Buchhändler verlieren Leser und hier vor allem die jungen Leser. Um besser mit der jungen Zielgruppe in den Dialog treten und interagieren zu können, müssen wir dort hin, wo sie sind und sie auch dort abgreifen – also auf ihrem Mobilgerät.

Die Herausforderung liegt also darin…

… etwas zu entwickeln, das erstens den schwindenden Leser erreicht, zweitens Spaß macht und drittens den Kunden wieder in die Innenstadt an den POS bringt.

Als Lösung haben wir Bookbuster entwickelt - ein mobiles Game, in dem man in drei Leveln witzige Fragen rund um Bücher beantworten muss. Das dritte Level, der AR-Teil des Spiels war dann nur in einer unserer 100 Filialen lösbar. Die Kunden mussten sich also in die Filiale begeben, dort via Smartphone einchecken und konnten dann vor Ort virtuelle Vögelchen fangen. Das Ergebnis war sensationell: Binnen vier Wochen haben wir 100.668 Plays und 7.309 Checkin's in den Filialen generiert. Mehr noch: Dass die meisten, wenn sie erst einmal im Laden sind, dann auch noch ein bis zwei Bücher gekauft haben, hat uns natürlich nicht gestört.

Werbung wird immer digitaler. Wie hat sich der Mediamix von Hugendubel in den letzten Jahren verändert?

Auch wir haben kräftig geshiftet und circa 60 Prozent unseres Offline-Mediaetats in digitale Medien gesteckt. Neben den klassischen Werbemedien, wie beispielsweise Beilagen, die wir meist zwei- bis dreimal im Jahr streuen, investieren wir in digitale Bewegtbildformate und Social Media-Kampagnen.

Ein großes Thema derzeit ist Voice – auch ein Thema für Hugendubel?

Absolut. Hugendubel steht allem Neuen extrem offen gegenüber und gerade Voice-Marketing stellt ein wichtiges, zugleich aber auch weites Feld dar. Fraglos werden Sprachassistenten immer relevanter und mächtiger. Gerade für unsere vielfältigen Inhalte kann Voice-Search einmal sehr relevant werden. Allerdings sind die Stimmen unserer Buchhändler auch toll. Probieren Sie es mal aus!

Marketingleiterin Sarah Orlandi

Marketingleiterin Sarah Orlandi


Autor: Julia Gundelach

ist freie Autorin mit Schwerpunkt Specials. Daher schreibt sie Woche für Woche über neue spannende Marketing- und Medien-Themen. Dem Verlag W&V ist sie schon lange treu – nämlich seit ihrem Praktikum bei media & marketing in 2002, später als Redakteurin der W&V.