Musk gibt Ratschläge per Tweet

Musk setzte am Wochenende diverse Tweets zu Twitter und zur Geschäftsstrategie des Dienstes ab. "Stirbt Twitter?", schrieb er unter anderem provokant am Samstag. Dazu stellte er die Liste der zehn Twitter-Konten mit den meisten Followern und beklagte: "Die meisten dieser "Top"-Accounts twittern selten und posten nur sehr wenige Inhalte." Er selbst steht mit 81 Millionen Abonnenten auf Platz acht der Rangliste.
Am Sonntag fragte Musk Twitter-Nutzer in einer Umfrage, ob die Zentrale des Kurznachrichtendienstes in eine Obdachlosen-Unterkunft umgewandelt werden solle, da eh niemand dort zur Arbeit auftauche. Twitter versicherte seinen Beschäftigten, dass sie auch nach der Pandemie weiterhin, soweit es in ihren Jobs möglich ist, von überall arbeiten dürfen. In der Innenstadt von San Francisco, wo Twitter sein Hauptquartier hat, leben viele Obdachlose. Der Tweet zog unter anderem die Aufmerksamkeit von Amazon-Gründer Jeff Bezos an, der darauf verwies, dass der Online-Konzern 2020 eine achtstöckige Obdachlosen-Unterkunft an seiner Zentrale in Seattle eingerichtet habe.
Auch schlug Musk vor, dass alle Kunden des neuen Abo-Angebots von Twitter verifizierte Accounts bekommen und von Werbung in ihren Timelines verschont werden sollen. Konzerne hätten mehr Macht, die Geschäftspolitik zu diktieren, wenn Twitter zum Überleben auf Werbeeinnahmen angewiesen sei, argumentierte er. Der 50-Jährige Musk ist dank seiner Beteiligungen an Tesla und der Weltraumfirma SpaceX der mit Abstand reichste Mensch der Welt – vor allem dank seiner Beteiligungen am Elektroauto-Hersteller Tesla und der Raumfahrtfirma SpaceX. Der Finanzdienst Bloomberg schätzt sein Vermögen zu jüngsten Aktienkursen auf 260 Milliarden Dollar. (Andrej Sokolow und Vivian Chang)