Namensschilder informieren über die Personalpronomen

Stark polarisierende Reaktion auf das Video einschließlich Boykott-Ankündigungen machen wenig Hoffnung, dass die bislang einzigartige Neuerung bei allen Kunden gut ankommen könnte. Doch Virgin Atlantic sei es wichtig, die Vielfalt seines Personals widerzuspiegeln, wie es in einer Pressemitteilung heißt. 

Deswegen geht mit der Regeländerung bei den Uniformen eine weitere Neuerung einher: Die Namensschilder sollen künftig die bevorzugten Personalpronomen des jeweiligen Crew-Mitglieds nennen, damit es von Kund:innen damit angesprochen werden kann. "Es ist wichtig, dass wir unseren Menschen ermöglichen, ihre Individualität und ihr wahres Ich bei der Arbeit ausleben zu dürfen", zitiert "The Guardian" Juha Järvinen, Chief Commercial Officer bei Virgin Atlantic.

Auch interne Maßnahmen sollen dies sicherstellen. Man wolle verpflichtende Inklusionskurse für das Personal einführen, um Diskriminierung vorzubeugen, wie das Unternehmen weiter ausführt. In Regionen wie in der Karibik, wo diese besonders oft zum Problem wird, sollen neue Initiativen und Aufklärung die Mitarbeiter zusätzlich schützen. 

Sichtbare Tattoos und Make-up-freier Look sind bereits erlaubt

Virgin Atlantic hatte seine einst sehr strikten Dresscodes bereits zuvor gelockert. Im Frühjahr hat das Unternehmen sein Verbot sichtbarer Tattoos gelockert. 2019 erlaubte es seinen Mitarbeiterinnen erstmals, auf Make-up zu verzichten, wenn sie das wünschten und stellte ihnen damals bereits Hosen als Teil der Uniform zur Verfügung. 


Autor: Jennifer Caprarella

Jennifer Caprarella begann ihre Karriere in einer Entertainment-Nachrichtenagentur, wo sie direkt nach dem Praktikum die Leitung eines der TV-Ressorts übernahm, und entdeckte als freiberufliche Redakteurin schließlich ihre Affinität für Digital-, Social-Media- und Tech-Themen. Wenn sie nicht von ihrer Heimatstadt München aus in die Tasten haut, treibt sie sich in Londons Theaterhäusern rum oder geht mit Hündin Luna auf Fährtensuche.