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Auch Revlon hat jetzt eine Inhouse-Agentur

The Red House ersetzt die bisherige globale Leadagentur Grey. Hinter dem Aufbau der Inhouse-Agentur steckt vor allem der Zwang zum Sparen.

Text: Franz Scheele

Nach nur einem Jahr endet die Zusammenarbeit von Revlon und Grey, bislang globale Leadagentur des New Yorker Kosmetikherstellers. Revlon-CEO Debra Perelman will die Kreation künftig in die Hände der neuen Inhouse-Agentur The Red House legen, wie das US-Branchenmagazin Advertising Age berichtet.

"Unser Vertrag lief bis Ende Juni. Wir haben dann beide beschlossen, ihn nicht zu verlängern", erklärte Grey-Sprecher Owen Dougherty gegenüber Adage. Grey habe die Arbeit noch so lange fortgeführt, bis die Inhouse-Agentur die Arbeit aufnehmen konnte.

Anfang des Jahres hatte bereits Greys WPP-Schwesteragentur Mediacom die Zusammenarbeit mit Revlon beendet. Im Juli ging dann der Mediaetat an die Interpublic-Agentur Initiative.

Beim Aufbau der Inhouse-Agentur dürften vor allem Kosteneinsparungen eine Rolle gespielt haben. Denn der Kosmetikkonzern meldete für das vergangene Quartal einen Verlust in Höhe von 122,5 Millionen Dollar – eine Verdreifachung gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Probleme gab es vor allem beim Abverkauf der Flaggschiffmarke, die von Grey betreut wurde. Hier gingen die Verkäufe im vergangenen Quartal um elf Prozent zurück. Besser sah es bei der Revlon-Marke Elizabeth Arden aus, die um fünf Prozent zulegen konnte.


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Franz Scheele
Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.