Digital-Kreativranking :
Das sind die 30 kreativsten Digitalagenturen

Serviceplan/Plan.net vor Jung von Matt: Die beiden Werbe-Dickschiffe führen in diesem Jahr das Ranking der kreativsten Digitalagenturen an. Es ist das dritte Mal, dass der BVDW ein eigenes Digital-Kreativranking herausbringt.

Text: Peter Hammer

- 15 Kommentare

Plan.net-Kreativchef Markus Maczey darf sich über Platz eins im Ranking freuen.
Plan.net-Kreativchef Markus Maczey darf sich über Platz eins im Ranking freuen.

Serviceplan/Plan.net vor Jung von Matt: Die beiden bekannten Werbe-Dickschiffe führen in diesem Jahr das Ranking der kreativsten Digitalagenturen an. Cheil Germany, vergangenes Jahr auf Platz 7, komplettiert die Top 3. Es ist erst das dritte Mal, dass der BVDW ein eigenes Digital-Kreativranking herausbringt.

Ausgewertet wurden hierfür die Ergebnisse von 24 nationalen und internationalen Wettbewerben, darunter die Cannes Lions, ADC, Clio, D&AD, Eurobest, Webby Awards, Annual Multimedia und Epica.

Dass das Ranking von Agenturen dominiert wird, die ihren Ursprung eher in der klassischen Werbung haben, überrascht kaum. Diese Häuser sind seit Jahren daran gewöhnt, bei Wettbewerben einzureichen, haben teils eigene Abteilungen dafür aufgebaut und investieren beträchtliche Summen ins Award-Geschäft. Anders lassen sich selbst mit zwei oder drei preiswürdigen Arbeiten nicht genügend Award-Punkte sammeln.

Insofern ist Denkwerk mit rund 170 Mitarbeitern fast schon eine rühmliche Ausnahme. Zum zweiten Mal hintereinander ist sie die erfolgreichste "reinrassige" Digital­schmiede in dem Ranking nach Plan.net.

1

Serviceplan /Plan.net

3346

2

Jung von Matt AG

1326

3

Cheil Germany GmbH

889

4

denkwerk GmbH

852

5

Leo Burnett Germany

781,5

6

Publicis Pixelpark

680

7

Heimat Werbeagentur GmbH

671,5

8

Scholz & Volkmer GmbH

641

9

DDB Group GmbH Germany

616

10

Grabarz & Partner Werbeagentur GmbH

485,5

11

BBDO Berlin GmbH Deutschland

403

12

Kolle Rebbe GmbH Deutschland

375

12

Razorfish GmbH

369

14

SapientNitro GmbH

365

15

Demodern GmbH

359

16

C3 Creative Code and Content GmbH

320

17

Ogilvy & Mather Germany GmbH

305

18

Mediaplus Gruppe für innovative Media GmbH & Co. KG

291,5

19

fischerAppelt AG

262,5

20

melting elements gmbh

218

21

Scholz & Friends

203

22

UDG United Digital Group GmbH

202

23

MEC

183

24

elbkind GmbH

179

25

wysiwyg software design GmbH

176

26

Deutsche Telekom

160

27

Philipp und Keuntje GmbH

157

28

Dunckelfeld

143

29

Neue Gestaltung GmbH

123

30

m.i.r. media

118


15 Kommentare

Kommentieren

Anonymous User 24. Februar 2017

Also im Ranking der inhaltslosen Artikel und der kontroversen Titel folgt WUV bald knapp auf Bild.de.

Anonymous User 23. Februar 2017

großes lachen. die ersten 30 mal streichen.

Anonymous User 23. Februar 2017

Was ist das denn für eine seltsame journalistische Bearbeitung einer Nachricht?
1. Dies ist nicht das Ranking der "kreativsten Digitalagenturen", sondern ein Ranking der Agenturen, die im vergangenen für Marken und Unternehmen die am höchsten und meisten kreativ ausgezeichneten digitalen Kommunikationsmaßnahmen und Produkte angefertigt haben. Oder dürfen in diesem Ranking ausschließlich Agenturen auftauchen, die für ihre Kunden niemals eine Anzeige oder ein Event oder eine Handelspromotion konzipieren könnten, geschweige denn würden? Nein, denn es ist die WUV, die in Schlagzeile und Artikel eine Verkürzung von "kreativster digitaler Kreation" zu "kreativsten Digitalagenturen" vornimmt und damit erst den vorgeblichen Widerspruch provoziert, welcher in der Folge zu Kritik in Artikeln und Kommentaren führt. Weder in der offiziellen Pressemitteilung des BVDW noch im Ranking selbst ist jemals davon die Rede, dass dort lediglich die "kreativsten Digitalagenturen" als spezialisierte Dienstleister ausgewiesen werden.
2. Im BVDW-Ranking werden ausschließlich jene Wettbewerbe sowie jene Kategorien innerhalb von Wettbewerben gewertet, die digital sind. Anders gesagt: einer erfolgreichen digitalen Arbeit (und damit dem erfolgreichen Kunden) kann es letztendlich egal sein, ob diese von einer Agentur entwickelt wurde, die sonst hauptsächlich Flyer drucken lässt, oder von einer Agentur, für deren Digital-Native-Mitarbeiter Offsetdruck ein Fremdwort ist.
3. Denkwerk, die "rühmliche Ausnahme", hat mit 170 Mitarbeitern praktisch genauso viele Mitarbeiter wie Cheil (Platz 3), nur unwesentlich weniger als Leo Burnett (Platz 5) oder Heimat (Platz 6) und deutlich mehr als Scholz & Volkmer (Platz 8).
3. Das Ranking, welches 30 und nicht drei, fünf oder zehn Plätze umfasst, wird alles andere als "dominiert" von Agenturen, die ihren Ursprung in der Klassik haben: stattdessen hat mindestens die Hälfte der gelisteten Agenturen ein klar digital fokussiertes, wenn nicht sogar exklusiv digitales Leistungsportfolio.
4. "Häuser, die seit Jahren daran gewöhnt sind, bei Wettbewerben einzureichen": Experten, die in der Digital- und Werbebranche möglicherweise länger unterwegs sind als der Autor im Journalismus, erinnern sich, dass digitale Kreativrankings eingangs der Nuller-Jahre gerne mal von Agenturen angeführt wurden, die Namen wie "Scholz & Volkmer", "Pixelpark/Elephant7" oder "Neue Digitale" (heute: Razorfish) trugen. Was also die nur wenig verkappte These von abgezockten Klassikagenturen VS award-unerfahrenen Digitalagenturen ziemlich steil wirken lässt.
5. Dass wertende Begriffe wie "rühmliche Ausnahme" in einer Meldung oder einem Fachartikel nichts zu suchen haben, ist am Ende fast zu vernachlässigen. Trotzdem lernt man das normalerweise schon im ersten Semester des Journalistikstudiums. Genauso wie den Faktencheck.

Anonymous User 23. Februar 2017

Made Serviceplan great again :-)

Anonymous User 23. Februar 2017

Haha, alljährlich nach jedem Ranking dieselbe Hater / Heuler Diskussion. Wie nach dem Eurovision Song Contest ...

Anonymous User 23. Februar 2017

Die einfachste Lösung: Die Kreativpunkte geteilt durch die Anzahl der Mitarbeiter. Das würde die kreative Power eine Agentur auf jeden Einzelnen umlegen. Das Ranking würde dann etwas anderes aussehen. Platz 1 Cheil, Platz 2 Denkwerk, Platz 25 Serviceplan. Das mal jetzt als Beispiel ohne Verifiziert zu haben. Lustig wird dann auch, wie jeder sich kleiner machen würde als er dann in Wirklichkeit ist :-)

Anonymous User 23. Februar 2017

Kreativ? - Was haben wir denn im Netz? Jeder 4. User hat den Adblocker drin und Tina Beuchler wird nicht müde, immer wieder - und das seit Jahren - Instrumente und Wege zu fordern, die den User akzeptiert, messbar und streuverlustfrei mit Werbebotschaften erreichen! Jetzt aber mal an die Arbeit, würde ich sagen!

Anonymous User 23. Februar 2017

Kreativ? - Was haben wir denn im Netz? Jeder 4. User hat den Adblocker drin und Tina Beuchler wird nicht müde, immer wieder - und das seit Jahren - Instrumente und Wege zu fordern, die den User akzeptiert, messbar und streuverlustfrei mit Werbebotschaften erreichen! Jetzt aber mal an die Arbeit, würde ich sagen!

Anonymous User 23. Februar 2017

Was für ein Business mit den Awards...... Die reichen gerade einmal fürs Recruiting, denn Kunden interessiert es gar nicht.

Anonymous User 23. Februar 2017

Niemand sieht in den Spitzenreitern ernsthafte Digitalagenturen. Die können vielleicht mal eine digitale Kampagne machen... und reichlich Cases. Wäre schön, wenn Journalisten so etwas angemessen einordnen und kommentieren.

Anonymous User 23. Februar 2017

*LEL*

Anonymous User 23. Februar 2017

Aha, Serviceplan ist mit 3346 Punkten also rund 9x so kreativ wie Kolle Rebbe mit 375. Kann man das so lesen?

Dann braucht man Kolle Rebbe auch nur 1/9 für die Arbeit zu bezahlen? Oder man muss hinter die Kreation von Serviceplan nur 1/9 des Mediabudgets legen, das man für Kolle Rebbe aufwendet, um den gleichen Werbewert zu bekommen.

Endlich hat das mal einer für mich ausgerechnet.

Anonymous User 23. Februar 2017

Razorfisch und Sapient sind doch jetzt schon längst fusioniert. Das macht 734 Punkte in Summe und damit Platz 6 vor Publicis Pixelpark. Wobei alle drei ja eine Fraktion im PS-Universum bilden. Zusammen auf Platz 2 mit 1414 Punkten!

Anonymous User 23. Februar 2017

LOL. "Kreativsten Digitalagenturen". Ganz bestimmt nicht! :-D

Anonymous User 23. Februar 2017

Ganz ehrlich - das ist doch Beschiss für alle kleinen aber auch kreativen Digitalagenturen. Da werden für Serviceplan/Plannet die gleichen Awards doppelt gezählt, weil die schlau mit beiden Unternehmen als Kreativbeteiligte überall einreichen, weil ja irgendwie jede Kampagne irgendetwas Digitales beinhaltet. Auch JvM schiebt seiner Digitalfirma Credentials zu, die klaren Ursprung in der Klassik haben. Die Regeln bei den Awards sind halt einfach Betrug - aber ist ja klar: Wer viele Einreichungen macht, wie die großen Agenturen, zahlt viel für die Awards - und da ist ein Veranstalter ganz schnell offen, Doppelnennungen von gleichen Gruppen anzuerkennen. Zum Glück wissen Branche und Kunden das das alles leere Hüllen sind. Denn welcher der über 3000 Serviceplan Punkte ist denn ein richtig realer Kundencase und nicht ein einmaliger Gold-Fake!? Maximal 300 Punkte hätten sie dann.

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