Alles wird neu

Alexander Schlaubitz ist seit knapp einem Jahr Chef der DDB-Holding Lemon Group Services, zu der neben DDB, Heye und Salt Works zum Beispiel auch die Digital-Agentur Track in Hamburg gehört. Er baut die Gruppe seitdem massiv um, besetzt wichtige Schlüsselpositionen neu. So übernimmt, wie Schlaubitz vor wenigen Tagen meldete, die Agentur-Managerin Christina Antes ab Mai den Posten als Chief Marketing & Growth Officer bei der Lemon Group. Sie komplettiert das Führungstrio um CEO Alexander Schlaubitz und CCO Diana Sukopp.

Schlaubitz treibt die Integration aller zu Lemon gehörigen Agenturen in Deutschland voran. Sein Ziel: Er will Key Accounts und potenziellen Neukunden einen schnelleren Zugang zum gesamten Leistungsspektrum der Gruppe verschaffen und dafür maßgeschneiderte Lösungen anbieten. Dafür braucht es keine starken Standortleiter:innen mehr. Dieser Logik folgt nun auch der Umbau in München.

Stille an der Blumenstraße

Heye hat ein pandemiebedingt schwieriges Jahr hinter sich. 2020 sank der Umsatz um 17 Prozent. Derzeit arbeiten noch knapp 90 Leute für die Agentur mit Kunden wie McDonald's (Prepress, Produktion), BMW (Employer Branding), Nestlé, Duales System, Bosch. Viele Kunden betreut man mit Salt Works gemeinsam mit Kampagnen, die sowohl klassische Brand- und Image-Kampagnen umfassen wie auch Corporate Communications, Live-Marketing, Social Media und PR.

Mark Niedzballa hatte die Agentur nach Verlust des McDonald's-Etat (Klassik) vor einigen Jahren in ruhige Fahrwasser geführt, das Management neu aufgestellt, die Belegschaft verjüngt. Vom BMW-Etat, der der Unit Grid oblag, blieb nach den zwei jüngsten Ausschreibungen (Marketing- und Produktkommunikation) wenig übrig. Auch Google hat sein werbliches Engagement um das Smartphone Pixel zurückgefahren. Dafür konnten sie in der Blumenstraße die Kunden Eon gewinnen und Iqos, den Tabakerhitzer aus dem Hause Philip Morris.

Thomas Diekmann, Ex-Kompagnon von Niedzballa, hat Heye bereits 2020 den Rücken gekehrt und zwar aus privaten Gründen. Er will sich dieses Jahr noch selbstständig machen.



Conrad Breyer, W&V
Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er interessiert sich für alles, was Werber:innen unter den Nägeln brennt, in Beratung, Strategie und Kreation. Besonders innovative Agenturmodelle haben es ihm angetan. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine. Vielleicht ist er deshalb auch Diversity-Beauftragter der SWMH geworden, der die W&V angehört.