
Cannes Lions 2026: Das war's: 21 Löwen für Deutschland
HeimatTBWA und die Serviceplan Group retten die deutsche Bilanz. Mit zwei Gold und zwei Bronze kamen am Freitag nochmal vier Löwen dazu. Heute waren die Purpose-Disziplinen an der Reihe.

Er kam über Umwege zur W&V. Als Allrounder sollte er nach seinem Volontoriat bei Media & Marketing einst beim Kontakter als Reporter einfach nur aushelfen, blieb dann aber und machte seinen Weg im Verlag. Conrad interessiert sich für alles, was Werber- und Marketer:innen unter den Nägeln brennt. Seine Schwerpunktthemen sind UX, Kreation, Agenturstrategie. Privat engagiert er sich für LGBTQI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine.

HeimatTBWA und die Serviceplan Group retten die deutsche Bilanz. Mit zwei Gold und zwei Bronze kamen am Freitag nochmal vier Löwen dazu. Heute waren die Purpose-Disziplinen an der Reihe.

Siebzehn Löwen sind es jetzt. Für die Deutschen kamen am Donnerstag nochmal vier Bronze in den Strategy & Experience Tracks dazu. Bei den großen Business-Cases fehlen sie aber.

Am Mittwoch sammeln hiesige Agenturen nochmal vier Bronze-Löwen ein. Damit liegt Deutschland weit hinter dem zurück, was 2025 zu der Zeit drin war. Die Gewinner feiern natürlich trotzdem - zu Recht.

Mark Ritson und Byron Sharp gelten als streitbare Gegenstimmen der Branche. In Cannes räumten sie vor voll besetztem Haus mit einigen Marketingmythen auf und präsentierten fünf Marketingwahrheiten, die Markenführung ehrlicher machen.

Nach einem schwachen Start gestern zieht Deutschland heute nach. Sechs Löwen kommen hinzu - allein fünf davon entfallen auf Hornbachs "Kein Projekt ohne Drama". Das passt in die Zeit.

Das weltweit wichtigste Kreativfestival hat begonnen. Am Montag wurden im Palais des Festivals die ersten Löwen in den Classic, Brand, Engagement und Health Tracks vergeben. Deutschland gewinnt dreimal Bronze.

Es ist definitiv ein Trend. In wenigen Wochen sind gleich mehrere neue Markenberatungen entstanden. Das ist kein Zufall, sondern ein Symptom dafür, unter welchem Druck Marken in einer fragmentierten Medienwelt stehen. Jetzt ist mit Charles & Charlotte & Consulting eine weitere Business-Unit an den Markt gegangen, die hier unterstützen will.

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten kämpfen auch Kreativfestivals um ihre Daseinsberechtigung. Selbst die Cannes Lions wollen beweisen, dass sie mehr sind als eine Messe der Eitelkeiten. Es geht um den wirtschaftlichen Erfolg von Kommunikation, sprich Creative Impact.

Weniger ist mehr. Auch in diesem Jahr vergeben die 30 ADC-Jurys weniger Nägel. Es mangelt an qualitativ hochwertigen Einreichungen. Dafür gewinnt das Festival deutlich an Substanz.

Der Kreative begann seine Karriere mit 19 Jahren in Bukarest als Texter. Heute gehört er zu den meistausgezeichneten Werber:innen der Welt. W&V hat mit Mihnea Gheorghiu über seine Karriere, seine Erfolge und persönliche Niederlagen gesprochen. Sein Credo: Follow the people! Not the money.

Die Übernahme von IPG hat Omnicom Kraft gekostet. 2026 aber will Nancy Reyes, Global President und CEO BBDO, durchstarten. Motto: "Do big things". Dafür stellt sie die Agenturgruppe global neu auf. Auf einer ihrer Deutschland-Reisen konnte W&V mit ihr und Björn Bremer, dem CEO von BBDO Germany, ein Interview führen.

Wo steht Cultural Marketing nach dem Hype im vergangenen Jahr? Mit Maurice Moe Endres, Cultural Marketing Director von Serviceplan Culture in Berlin, hat Conrad Breyer in seinem Podcast "The Perfect Match" die Sache erörtert. Außerdem: Warum die Kommunikation mit Communitys auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Sinn und wie KI die ganze Sache noch effektiver macht.

Auch für inhabergeführte Agenturen bleibt der Markt schwierig; die Umsätze stagnieren. Schuld sind sinkende Budgets auf Kundenseite bei gleichzeitig hohen Transformationkosten. Andererseits gibt es viele Agenturen, die zulegen. Was sie richtig machen.

Wer in der Werbung arbeitet, wird nicht unbedingt froh, wie der Happiness-Report von BVDW, Appinio und Awork meldet. Darunter leidet dann freilich auch die Arbeit für Kunden. Die Lösung liefert ausgerechnet Künstliche Intelligenz. Wenn da nicht ein Problem wäre.

Jens Pfau und Philipp Schwartz sind zurück. Nach ihrem Ausstieg bei Adam & Eve Berlin - die Agentur wird im Zuge des Omnicom-IPG-Mergers bei TBWA integriert - machen sich die beiden Werber mit der Markenberatung Room Service selbstständig. Sie folgen damit einem Trend.

In jüngster Zeit entstehen immer mehr Kleinstagenturen, die Einzelne allein über KI steuern. Sie bieten Kunden die gewünschte Seniorität, Fokus und Wertschöpfung. Wie KI einer alten Idee neues Leben einhaucht und wie das den Markt verändert.

Mit einem "Werbe-Supermarkt" machen sich Ralf Reinsberg, Marc Wienzek und Klemens Schüttken selbstständig. Das Agenturmodell richtet sich an den Mittelstand und soll eine Marktlücke bedienen. Mit der Neugründung wollen die drei Kreativen aber noch ein ganz anderes Problem lösen.

AI Slop mache müde, heißt es. Und: Die Algorithmen befördern kreative Gleichförmigkeit in den Feeds. Das eigentliche Problem aber liegt nicht in der Belanglosigkeit technischer Skalierungsmöglichkeiten, sondern in einer krisenbedingten Mutlosigkeit.

Vom Merger mit IPG ist die Omnicom-Agentur weitgehen unberührt geblieben. Ihr Standing, dass sich Lucky Generals seit 2013 aufgebaut hat, macht sie unantastbar. Das Geheimnis liegt in der Kollaboration: Strategie und Kreation arbeiten Hand in Hand. Sie wird getragen von einer Kultur, die den Mitarbeiter:innen den Rücken freihält für mutige Lösungen der Business-Probleme ihrer Kunden.

Im vergangenen Jahr lag das Minus laut GWA-Frühjahrsmonitor bei lediglich 0,9 Prozent. Schuld, so der Agenturenverband, sei die konjunkturelle Lage, verbunden mit hohen Transformationskosten. Viele suchen noch nach dem richtigen Geschäftsmodell, andere wachsen bereits.

"Wirkung" könnte schon jetzt das Wort des Jahres 2026 sein. Klar: In wirtschaftlich angespannten Zeiten muss Werbung liefern, also reden alle darüber. Umso trauriger, dass weder Marken noch Agenturen groß Interesse daran zeigen, den Wertbeitrag ihrer Arbeit auch tatsächlich nachzuweisen. Woran das liegt, warum es fatal ist und was man stattdessen tun könnte – darüber hat W&V-Redakteur Conrad Breyer mit der Strategin Nina Rieke-Dalaman im Podcast "The Perfect Match" gesprochen.

Als die Publicis Groupe vor ein paar Jahren ihr Agenturmodell "Power of One" einführte, nahm sie eine Entwicklung vorweg, die heute den gesamten Markt erfasst hat: Sie konsolidierte ihr Portfolio und baute Silos ab. Inzwischen zahlt sich das aus: Während die Konkurrenz darbt, erzielt die Publicis Groupe eine zweistellige Marge.

Als die Publicis Groupe vor ein paar Jahren ihr Agenturmodell "Power of One" einführte, nahm sie eine Entwicklung vorweg, die heute den gesamten Markt erfasst hat: Sie konsolidierte ihr Portfolio und baute Silos ab. Inzwischen zahlt sich das aus: Während die Konkurrenz darbt, wächst die Publicis Groupe mitten in der Krise. Auf dem W&V Summit hielt GWA-Präsidentin Larissa Pohl die Laudatio auf die "Agentur des Jahres 2025/2026", die wir hier vorstellen.

Nächste Woche sitzt er beim W&V Summit mit Katrin Menne von Merck und Leonie Schüssler von The Fritten auf dem Panel "Agenturperspektiven". Heute schon gibt Giuseppe Fiordispina von Cupra im Interview mit W&V erste Einblicke, was er von Agenturen in Zukunft erwartet. Und das ist: Mehrwert!