Dojo-Viral :
Der grottigste und zugleich witzigste Case-Film der Welt

Nach dem Weihnachts-Viral für Conrad kommt Dojos nächster Streich. Ein Case-Film, der alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. Und mit köstlicher Selbstironie veräppelt.

Text: Anja Janotta

Ideenloser Case-Trash von Dojo.
Ideenloser Case-Trash von Dojo.

"Wir verstehen nichts von Technik. Aber alles über Case Filme", reklamiert Dojo für sich. Rechtzeitig am letzten Tag der ADC-Jurysitzung, an dem die Sachverständigen Dutzende, vielleicht sogar noch mehr von Case-Filmen abklappern musste, haben die Berliner den ultimativen Casefilm ins Netz gestellt.

Mit dem besten Konzept, wie man einen solchen Film überdramatisiert, ihn mit unpassenden Emotionen und Welpen vollpackt und mit dem richtigen Timing dazu noch plumpe Handlungsaufforderungen platziert:

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Im Zusammenspiel mit Pretty Ugly ist ein ähnlich selbstironisches Kunststück gelungen, wie damals das Viral für Conrad vor dem Weihnachtsgeschäft. Damals hatte Dojo einfach ein paar typische Kunstgriffe des Spot-Makings zusammengeschnitten, aus dem Off kommentiert und - einen Renner im Netz gelandet.

Immerhin 2,3 Millionen haben das Viral, in dem der Conrad-Werbeleiter scheinbar seinen kreativen Ideen freien Lauf lässt, damals geklickt:

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Beim ADC liegt der Conrad-Case auch als Einreichung vor. Ein Schelm, wer bei dem neuen Case-Film an die Beeinflussung der Jury denken mag.

Dojo-Chef Joachim Bosse, formuliert deswegen auch viel defensiver: "An sich ist die Story aber einfach Satire auf die Entscheidungsverfahren von Awardshows. Werber beurteilen Werbung. Und Casefilme sind dafür immer gleich gestrickt."


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Eines davon dreht sich um ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.