Autokinos werden immer beliebter

Filme am Abend unterm Sternenhimmel erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Der Anteil der Befragten, die in den letzten Wochen im Autokino waren, stieg in den letzten zwei Wochen um 70 Prozent. Die Kinoleinwand unter freiem Himmel im sicheren Schutz des eigenen Autos bleibt dabei eine Top-Aktivität für Familien: 27 Prozent von ihnen waren während der Corona-Zeit bereits im Autokino.

Opinary-Inhalte aktivieren

Ja, ich möchte Inhalte von Opinary angezeigt bekommen. Ich bin einverstanden, dass dadurch meine personenbezogenen Daten an den Betreiber des Portals, von dem der Inhalt stammt, weitergegeben werden, so dass dieser mein Verhalten analysieren kann. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Deutsche halten am Online-Shopping fest

Virtuelles Shopping bleibt wichtig – auch wenn nach und nach Lockerungen umgesetzt werden und die Geschäfte wieder öffnen. 89 Prozent der Befragten glauben, dass Online-Shopping auch noch in nächster Zeit stark an Bedeutung zunehmen wird.

Während sich die einen über die Lockerungen freuen, klagen andere über die langen Schlangen vor den Geschäften und das eingeschränkte Einkaufserlebnis aufgrund der Sicherheits- und Hygienemaßnahmen. 58 Prozent geben an, bisher auf den Besuch des stationären Handels verzichtet zu haben. Knapp die Hälfte (46 Prozent) plant, auch innerhalb der nächsten zwei Wochen nicht in Geschäften einkaufen zu gehen. 30 Prozent der Nicht-Shopper stört die notwendige Maske. 16 Prozent möchten in der weiterhin unklaren Situation entweder kein Geld ausgeben oder haben Angst, sich anzustecken.

Dennoch gibt es Anzeichen einer Normalisierung. Die Deutschen gehen wieder öfter pro Woche im Supermarkt einkaufen. Auch der Anteil der Befragten, die ihren gesamten Wocheneinkauf an einem Tag erledigen, sinkt erstmals wieder um elf Prozent auf das Niveau von Woche drei. Die durchschnittliche Anzahl der aufgesuchten Geschäfte liegt aber konstant niedrig bei 2,6 im Vergleich zu 4,4 in einer normalen Woche.

Rückkehr ins Büro? Langsam und vorsichtig

In kleinen Schritten kehren die Befragten zurück ins Büro. Im Vergleich zur Vorwoche hat jeder zehnte Befragte seinen Arbeitsplatz im Home-Office gegen den Büroschreibtisch getauscht. 24 Prozent sind bereits komplett oder zumindest teilweise ins Büro zurückgekehrt. Bei zwei Drittel der Befragten gibt es seitens des Arbeitgebers noch keine konkreten Planungen zur Rückkehr an den Arbeitsplatz. Home-Office ist für viele auch in Zukunft denkbar: 68 Prozent werden auch nach der Coronakrise häufiger im Home-Office arbeiten als vorher. Überzeugt hat das Arbeiten von zu Hause vor allem die Befragten, die vor der Krise nur hin und wieder oder noch nie von daheim aus gearbeitet haben (Steigerung um 78 bzw. 67 Prozent im Vergleich zur 4. Befragungswelle).

Freude über die Lockerungen

Nach anfänglicher Skepsis herrscht inzwischen Freude über die Lockerungen. Alle wollen raus. Der Anteil der Befragten, die die Lockerungen sehr skeptisch sehen und weiterhin zu Hause bleiben wollen, ist nach der ersten Testphase in den letzten zwei Wochen um 17 Prozent gesunken. Jeder Vierte hat seine Meinung in dieser Zeit geändert und freut sich nun doch über die Lockerungen und möchte das Haus definitiv wieder häufiger verlassen.

Hoffnung auf Urlaubsreisen in Deutschland steigt

Letzte Woche waren noch 41 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass der bereits gebuchte Urlaub in Deutschland nicht stattfinden kann. Nun sind es nur noch 27 Prozent. Auch in Bezug auf eine Reise innerhalb Europas sind die Deutschen wieder etwas hoffnungsvoller. Fernreisen, aber auch die Anreise per Flugzeug innerhalb Europas sehen die Deutschen aber weiter skeptisch entgegen. In punkto Unterkunft dürften in Zukunft Ferienhäuser einen kleinen Pluspunkt gegenüber den normalerweise bevorzugten Hotelzimmern haben.

Für den "Havas Media Corona Monitor" werden wöchentlich 500 Menschen zwischen 14 und 69 Jahren repräsentativ im Rahmen einer Onlineumfrage von Respondi befragt. Die siebte Befragungswelle erfolgte vom 5. bis 7. Mai.



Markus Weber, Redakteur W&V
Autor: Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.