Wie wollt ihr das vermitteln? Wenn die SPD ein Unternehmen wäre, würde man von einem Sanierungsfall sprechen und vermutlich das Management austauschen. Das liegt nicht in der Macht einer Agentur, aber wie sehr dringt ihr bei Kunden strategisch durch?

Wir sitzen nicht täglich auf dem Schoß des Parteivorstands, sondern bereiten gerade die Europawahl vor. Und das läuft aus unserer Sicht sehr offen und kollegial an.

In der Zeit nach Gerhard Schröder hat die SPD oft auf Spitzenkandidaten gesetzt, die vorher keine entscheidende Wahl gewonnen hatten: Steinmeier war Spitzenbeamter ohne Wahlkampf-Erfahrung, Steinbrück als Ministerpräsident von NRW abgewählt worden, Schulz nur auf europäischer Ebene erfolgreich. Selbst der Parteichef war kein Wahlsieger-Typ: Als Sigmar Gabriel SPD-Vorsitzender wurde, hatte er Niedersachsen an die CDU verloren. Hast du eine Erklärung dafür?

Wir sind eine Agentur, und die Frage welche Person bei unseren Kunden welche Position einnimmt, ist außerhalb unseres Einflussbereichs.

Mehr über Richel Stauss gibt es in W&V Nr. 41. Hier geht's zur Einzelheftbestellung.


Autor:

Frank Zimmer

Redaktionsleiter Online mit analogem Migrationshintergrund. Seit 1996 im Internet. Buchautor ("Der Social-Media-Rausch") und Blogger ("Mittelrheingold"). Interessiert sich für Content Marketing und digitale Transformation. Hat eine Schwäche für Agenturen, weil er mal in einer gearbeitet hat.