Kreation des Tages :
Diese Blutbahn rettet Leben

Blutrot sind die Waggons der Bielefelder Stadtbahn Mobiel. Hinter der auffälligen Aktion steckt eine ernste Botschaft. 

Text: Annette Mattgey

Die Blutbahn vor ihrem ersten Einsatz.
Die Blutbahn vor ihrem ersten Einsatz.

15.000 Blutspenden werden jeden Tag in Deutschland verbraucht. Wir gehen wie selbstverständlich davon aus, dass der Kreislauf zwischen Blutspenden und der Versorgung im Krankenhaus reibungslos funktioniert - und profitieren im Bedarfsfall auch davon, ohne eigenes Zutun. Ein klassischer Fall von "Trittbrettfahrer"-Problematik. Denn die wenigsten sind bereit, selbst zum Blutspenden zu gehen. "Alle sind sich darin einig, dass bei einer schweren Erkrankung oder im Notfall schnell und sicher Blutkonserven zur Verfügung stehen müssen", sagt Prof.  Cornelius Knabbe, Direktor des Instituts für Laboratoriums- und Transfusionsmedizin am Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW). "Und doch geht die Bereitschaft zum Blutspenden zurück – und das nicht nur in der Sommerzeit."

In Bielefeld rückt bzw. rollt das Thema gerade ins Blickfeld aller Bürger. Denn dort ist ab sofort die rote Blutbahn unterwegs. Ihre Botschaft: "Wir transportieren gerade bis zu 391 Liter potentielles Spenderblut", lautet der Aufdruck an der Längsseite. Absender ist der Uni.Blutspendedienstes OWL. Entwickelt und umgesetzt haben die Aktion die Agentur Hoch5, Bünde, und die Ströer-Gruppe. Unterstützung bekamen sie vom Verkehrsunternehmen Mobiel und dem Herz- und Diabeteszentrum NRW.

Das ist der Türöffner für weitere Botschaften rund ums Blutspenden, etwa per Flyer.

Der Weltblutspendetag wird am 14. Juni gefeiert, dem Geburtstag von Karl Landsteiner (1868–1943). Er war der Entdecker der verschiedenen Blutgruppen und stellte 1901 fest, dass die Blutübertragung von unterschiedlichen Blutgruppen zu einer Verklumpung des Blutes führen kann. Für diese wissenschaftliche Leistung erhielt er im Jahr 1930 den Nobelpreis für Medizin und Physiologie.

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Autor:

Annette Mattgey, Redakteurin
Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Das Schwesterblatt LEAD digital begleitet sie seit 2011 treu online und versucht, dafür ordentlich Buzz bei Facebook und Twitter zu machen. Ausflüge zu W&V sind durchaus willkommen, insbesondere wenn es um Kampagnen und Karriere-Themen geht.