Draftfcb: Tobias Ahrens schon wieder auf dem Absprung

Es war nur ein kurzes Gastspiel in den Räumen der Hamburger Bleichenbrücke: Ende April verlässt Tobias Ahrens die Network-Agentur Draftfcb. Der frühere Springer&Jacoby-CD hatte erst vor sechs Monaten als Kreativchef angeheuert.

Text: Peter Hammer

Es war nur ein kurzes Gastspiel in den Räumen der Hamburger Bleichenbrücke: Ende April verlässt Tobias Ahrens die Network-Agentur Draftfcb. Er war erst vor sechs Monaten als zweiter Kreativchef gekommen, um mit seinem Partner Dirk Häusermann, wie Ahrens Executive Creative Director, das kreative Produkt nach vorn zu bringen. Zuvor war Ahrens etliche Jahre als freier Texter tätig.

Häusermann, den er einst bei der ehemaligen Vorzeigeagentur Springer & Jacoby kennen und schätzen gelernt hatte, war denn auch einer der Gründe für den vielfach ausgezeichneten Kreativen, zu Draftfcb zu gehen. Doch "jetzt bekam ich das berühmte Angebot, das man nicht ausschlagen kann", sagt er dem W&V-Schwestertitel "Kontakter". Wohin es ihn zieht, will er erst in einigen Tagen verraten. Zwar sei die Tinte unter dem Vertrag bereits getrocknet, doch müssten seine künftigen Mitstreiter noch informiert werden. Gut möglich, dass er zu einer Agentur mit Autokunden geht. Denn das ADC-Mitglied Ahrens gilt als ausgesprochen autoaffin und hat mit Arbeiten vor allem für Audi Kreativpreise eingeheimst.

Bei Draftfcb ändert sich zunächst nichts. "Es besteht kein Handlungsbedarf", erklärt Agenturchefin Penelope Winterhager, "wir werden daher nicht sofort nach einem Nachfolger Ausschau halten." Schließlich sei für die Kunden durch Dirk Häusermann weiter Kontinuität gewahrt.