Schon 2006 hat Serviceplan den Urlaub nach Wunsch eingeführt.  Das heißt: Jeder Mitarbeiter darf seinen Urlaub nach seinen Bedürfnissen einteilen. Das kann in einem Jahr mal mehr, im anderen mal weniger sein. Im Mittel aber, und das hat eine aktuelle Umfrage ergeben, pendeln sich die Mitarbeiter bei 25 bis 30 Tagen ein. 80 Prozent liegen in diesem Korridor. Eine kleine Prozentrate liegt darüber und darunter - das gleiche sich in den darauffolgenden Jahren aber meistens wieder aus, sagt Serviceplans oberste Personaler Bergmann.

Daneben gibt es auch viele Teilzeitmodelle. Interessanterweise würden die besonders von den Digital-Arbeitern nachgefragt. In den klassischen Disziplinen sind es dann häufiger erziehende Mütter, die flexiblere Arbeitszeiten wünschen.

Prinzipiell haben wohl alle Agenturen die Erfahrung gemacht, dass besonders die Generation Y noch ganz andere Anreize braucht als ein gutes Gehalt. "Die Höhe des Gehalts ist längst nicht mehr das wichtigste Kriterium bei der Likeability eines Arbeitsplatzes", sagt Bergmann. Und das gibt der Work-Life-Balance durchaus mehr Gewicht.

Trotzdem, der Trend ist zwar da, sagt Bergmann. Aber die Nachfrage nach Teilzeit stagniere. Derzeit sind etwa 250 der 2000 deutschen Serviceplan-Mitarbeiter nicht in Vollzeit angestellt.

Übrigens, die W&V, Gehalt.de und Designerdock ermitteln derzeit, wie das mit den Gehältern in der Werbebranche aussieht. Noch bis Ende August läuft die Umfrage, die für viele Berufsbilder der Branche einen genauen Überblick geben wird. Hier kann man mitmachen.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Eines davon dreht sich um ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.