Kampagne :
Gesicht zeigen für Amnesty International

Amnesty International Schweiz ruft mit einer Kampagne auf, sich für die Freilassung des Bloggers Mahadine einzusetzen. Umgesetzt hat sie Walker Zürich.

Text: Peter Hammer

Selfies sollen mithelfen, die Regierung im Tschad unter Druck zu setzen und den Blogger Mahadine freizulassen.
Selfies sollen mithelfen, die Regierung im Tschad unter Druck zu setzen und den Blogger Mahadine freizulassen.

Tadjadine Mahamat Babouri ist Blogger im Tschad. Nachdem er regierungskritische Videos auf Facebook postete, wurde "Mahadine" laut Amnesty International festgenommen und anschließend im Gefängnis gefoltert. Jetzt ruft die Menschenrechtsorganisation mit einer Kampagne Aktivisten auf, "Gesicht" zu zeigen und sich für dessen Freilassung einzusetzen. Laut Amnesty ist der zu lebenslanger Haft verurteilte Mahadine an TBC erkrankt.

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Der Grundgedanke der Kampagne "I'm here" ist, dass man das eigene Gesicht nicht nur für das Entsperren eines Smartphones, das Finden eines geeigneten Partners oder zu digitalen Spielereien einsetzen, sondern auch einen unschudligen Menschen befreien kann. Neben einem Teaserfilm, der in TV und in sozialen Medien auf die Kampagne hinweist, gab es auch eine Live-Poster-Installation am Bahnhof in Bern. Fahrgäste konnten sich spontan für Mahadine engagieren.

Die "I'm here"-Kampagne wird online auf einer Microsite weitergeführt. Besucher der Site können dort ein Foto von sich hochladen und die Amnesty-Aktion auf diese Weise unterstützen. 

Realisiert hat die Kampagne die Agentur Walker Zürich. Die Umsetzung des Digitalparts übernahm Station Zürich. Für die Filmproduktion wurde Cobblestone in Hamburg engagiert.