Etatwechsel :
Grey verliert C&A, Hirsche sollen übernehmen

Der Europaetat von C&A hat die Agentur Grey in den vergangenen Jahren gut genährt, jetzt soll das Geschäft wegbrechen.

Text: Conrad Breyer

Dickjan Poppema, CEO der Grey-Gruppe in Deutschland, muss Ersatz für C&A suchen.
Dickjan Poppema, CEO der Grey-Gruppe in Deutschland, muss Ersatz für C&A suchen.

Ganz Düsseldorf spricht darüber. Angeblich hat C&A seine Agentur Grey gekündigt und sich an die Agenturgruppe Zum goldenen Hirschen gebunden. Es heißt, das Grey-Agenturmanagement um CEO Dickjan Poppema habe die Mitarbeiter am Platz der Ideen schon informiert. Die Konkurrenz buhlt offenbar bereits um die Leute aus dem C&A-Team. Etwa 25 Leute waren dort bislang beschäftigt.

Kunde und Etathalter bestätigen die Information nicht. Ein C&A-Sprecher sagt: "C&A hat einen bestehenden Vertrag mit der Agentur Grey und überprüft routinemäßig sein Agenturportfolio." Auch Grey sagt, C&A sei derzeit lediglich auf Agentursuche. Von einem Wechsel wisse man nichts. Zuletzt war Grey mit dieser Kampagne on air:

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Sie sollte selbstbewusste, authentische Frauen zeigen, die sich in ihrer Haut und Mode wohlfühlen. "Unser neuer Claim 'Feel Good Fashion' fasst die C&A-Philosophie auf perfekte Weise zusammen", sagte Kristina Büttner , Director Brand Marketing C&A Europe, noch im September. Neben den TV- waren Radiospots im Einsatz.

Etatgewinn vor einem Jahr

Grey hatte im Sommer 2016 den Europaetat von C&A gewonnen. Die Agentur übernahm damals Strategie, Kreation, Produktion und die Aussteuerung in Europa. Auch in Deutschland konnte Grey den Auftritt adaptieren.


Autor:

Conrad Breyer, W&V
Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er liebt alles, was Struktur hat in der Agenturwelt und Werbern unter den Nägeln brennt. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LSBTI-Rechte, insbesondere in der Ukraine.