Doch der Detektor funktioniert nicht nur bei der firmeneigenen Software. Das Unternehmen hat entschieden, die Codes als Open-Source zur Verfügung zu stellen, damit andere Hersteller dem Beispiel folgen können. "Wir wollen damit alle Marken und Software-Hersteller aufrufen, gemeinsam zu handeln", sagt Firmenchef Vignon. Der Code ist öffentlich auf GitHub zugänglich.

Während der Aktion wurden auf einer Plattform bereits über 400 sogenannte Blueprints für Waffen zusammengetragen. Die Originaldateien wurden anschließend modifiziert und wieder online gestellt. Diese 'falschen' Schusswaffenmodelle wurden bislang schon 13.000 Mal heruntergeladen.

Dagoma existiert auch in Deutschland

Dagoma wurde 2014 von den französischen Ingenieuren Matthieu Régnier und Gauthier Vignon gegründet und ist heute führender Hersteller von 3D-Druckern in Frankreich, mit Sitz in Roubaix. Vor Kurzem hat Dagoma auf der IFA seine Markteinführung auch in Deutschland angekündigt.

Eine Schusswaffe aus dem 3D-Drucker. Funktioniert nicht, weil Dagoma was dagegen hat.

Eine Schusswaffe aus dem 3D-Drucker. Funktioniert nicht, weil Dagoma was dagegen hat.


Autor:

Conrad Breyer, W&V
Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er liebt alles, was Struktur hat in der Agenturwelt und Werbern unter den Nägeln brennt. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine.