Die Ergebnisse im Einzelnen

Bei der Frage, ob denn die wirtschaftlichen Ziele in den vergangenen Monaten erreicht wurden, kam die Umfrage auf 57,5 Punkte, zwei Zähler weniger als noch im Februar 2019. Die ökonomischen Aussichten für die nächsten sechs Monate sind mit sechs Zählern weniger nunmehr deutlich schlechter als noch zu Jahresbeginn. Sogar negativer als die Einschätzung, wie stark Unternehmen bereit sind, ihre Dienstleister zu wechseln. Nur folgerichtig, dass auch die nachzählbaren Einladungen zu Screenings und Pitches gesunken sind. Und zwar signifikant.

Überraschend indes: Während die Zahl der Einladungen zu Pitches lediglich leicht zurückging, war das Interesse an Screenings auf Seite der Kunden offenbar wesentlich geringer als noch bei der ­letzten Umfrage. Das dürfte den Agenturen nicht gefallen. Denn Pitches sind ungleich aufwendiger und kostenintensiver. Und wie sieht es mit neuen Projekten der Bestandskunden aus? Verhalten, glaubt man den Dienstleistern. Der Wert fiel ebenfalls um zwei Zähler niedriger aus als noch vor acht Monaten.

"Wie sich die Konjunktur weiter entwickelt, wird von zwei wichtigen Faktoren abhängig sein", sagt Hendrik Schunicht, Geschäftsführer der Bad Homburger Agentur Arts & Others. "Zum einen ist dies der Ausgang des Brexits, aber noch sehr viel stärker der Handelskonflikt zwischen den USA und China." Das werde mit Sicherheit nicht folgenlos bleiben.


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W&V Redaktion
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