Merger & Acquisitions :
Keiner kauft mehr als Martin Sorrell

Comvergence-Studie: Kein Werbekonzern und kein IT- oder Consultingunternehmen hat 2017 mehr zugekauft als WPP.

Text: Peter Hammer

In den ersten neun Monaten des Jahres hat WPP-Boss Martin Sorrell 18 Frimen zugekauft.
In den ersten neun Monaten des Jahres hat WPP-Boss Martin Sorrell 18 Frimen zugekauft.

Trotz eher miesen Aussichten für 2017 hat sich Holding-Boss Martin Sorrell bislang beim Shopping kaum bremsen lassen. Kein anderer Werbekonzern, aber auch kein anderes IT- oder Beratungsunternehmen hat im laufenden Jahr mehr zugekauft als WPP. Die britische Holding hat in den ersten neun Monaten des Jahres 18 Firmen übernommen und belegt im aktuellen M&A-Ranking der Marktforscher von Comvergence Platz 1. Vor den japanischen Kollegen von Dentsu mit 17 Akquisitionen. Auf Platz drei folgt Accenture Interactive mit 12 Zukäufen. Weltweit am meisten Bewegung war in Europa mit insgesamt 35 Merger und Acquisitions. Dafür wurden stolze 444 Millionen US-Dollar ausgegeben. Fast 4000 Mitarbeiter waren von den Verkäufen betroffen.

Holding-Zukäufe 2017

Wie schon in den vergangenen Jahren waren es vor allem Digitalfirmen, die geschluckt wurden. 45 der insgesamt 73 Firmen kommen aus diesem Bereich. Deutlich mehr als Kreativdienstleister. Lediglich 23 der Zukäufe haben ihre Wurzeln dort. Unter den fünf größte Akquisitionen sind Accenture mit Sinner Schrader und Concrete Solutions aus Brasilien sowie WPP mit der britischen Design Bridge, einer 400-Mann-Agentur. Die größte Zukauf in diesem Jahr machte Dentsu. Die Japaner kauften die Schweizer Beratuing Blue-Infinity. Die rund 550 Mitarbeiter große Firma hat sich auf digitale Transformation fokussiert und wurde Teil des globalen Digital-Marketing-Networks Isobar.