Etat-Bündelung :
KFC vergibt Mediaetat an die Kreativagentur

Etathalter Spark Foundry hatte den Etat erst vergangenes Jahr übernommen. Nun konsolidiert KFC die Etats bei Wieden + Kennedy.

Text: Franz Scheele

Der US-Mediaetat des Fast-Food-Unternehmens hat ein Volumen von rund 230 Millionen Dollar
Der US-Mediaetat des Fast-Food-Unternehmens hat ein Volumen von rund 230 Millionen Dollar

Überraschender Schritt von Kentucky Fried Chicken (KFC): Das Fast-Food-Unternehmen hat den 230 Millionen Dollar schweren US-Mediaetat an seine Kreativagentur Wieden + Kennedy (W + K) vergeben. Die arbeitet bereits seit drei Jahren mit KFC zusammen. Erst vergangenes Jahr war der Mediaetat an die Publicis-Agentur Spark Foundry gegangen.

KFC verfolgt damit offensichtlich die Strategie, alle Etats bei einer Full-Service-Agentur zu bündeln. Denn W + K ist künftig nicht nur für Media und Kreation zuständig, sondern auch für Digital und Datenanalyse.

W + K hatte in den vergangenen Monaten eine Reihe von Werbekampagnen für KFC kreiert und dabei auch "Colonel" Harland David Sanders, den Gründer des Systemgastronomie-Unternehmens, als Werbefigur zurückgebracht – gespielt von mehreren US-Schauspielern und Comedians wie Darrell Hammond, Rob Lowe, Norm Macdonald und Vincent Kartheiser. Das US-Werbefachblatt Advertising Age hatte die Kampagne im April als "Campaign of the Year" ausgezeichnet.


Autor:

Franz Scheele
Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.