Enterprise Rent-A-Car :
Kolle Rebbe setzt Autovermietung Enterprise souverän in Szene

Es ist der erste TV-Spot der weltweit größten Autovermietung in Deutschland. Und der Mietwagenmarkt ist bekanntlich hart umkämpft. Umso mehr Anerkennung muss man der Agentur Kolle Rebbe zollen, wie souverän sie Enterprise Rent-A-Car in Szene setzt. Film ab!

Text: Conrad Breyer

Ein weißer Van? - Das geht gar nicht.
Ein weißer Van? - Das geht gar nicht.

Die Autovermietung Enterprise Rent-A-Car ("Gutes Gefühl inklusive") aus Eschborn feiert in Deutschland ihr 20-jähriges Jubiläum. Aber so richtig kennt die Marke Enterprise hier niemand, nur fünf Prozent der Leute ungestützt. Dabei ist Enterprise - aufgepasst - der größte Autovermieter der Welt mit 9600 Standorten und 1,9 Mio. Fahrzeugen in 85 Ländern. Und auch in Deutschland mit 160 Stationen vertreten. Das muss anders werden, sagt Enterprise. Und schaltet seine erste Werbekampagne. Die kommt von Kolle Rebbe aus Hamburg.

Die Konkurrenz ist groß mit Sixt an der Spitze der beliebtesten Autoverleiher, Europcar, Hertz, Avis und Budget. Der Vorteil: Außer Sixt sind die meisten nicht klar positioniert. Enterprise setzt auf exzellenten Service. Und lässt ihrer Agentur großen kreativen Spielraum.

Im Film also: Drei Rocker lenken keinen weißen Van, eh klar. Fährt die Kundenbetreuerin eben mal schnell durch die Pfütze. Bis der Wagen bandtauglich ist, versüßt Leo Sayer den Musikern die Wartezeit, singt sein "When I need you". Das ist dada und schön selbstironisch. "Sayer schafft einen Moment der Ruhe in dem Film", sagt Christian Kroll, Bodenleiter Kreation bei Kolle Rebbe. Der Brite ist das "gute Gefühl" aus dem Slogan. Bei Enterprise kann sich der Kunde fallen lassen, so die Botschaft.

Kroll und seine Kollegin, die Beraterin Sandra Vetter haben den Service der Autovermietung selbst getestet und bei einer Probefahrt die absurdesten Fragen gestellt. Immer wieder riefen sie bei Enterprise an, mal, weil sie vermeintlich den Tankdeckel nicht fanden, mal, weil sie mit ihren Geschäftskollegen ein Restaurant um die Ecke suchten. Die Mitarbeiter von Enterprise hätten stets geholfen, sagen sie. "Die sind so geschult. Die leben das auch", so Kroll.

Zur Kampagne von Kolle Rebbe gehören neben dem TV-Spot - ein zweiter folgt im Herbst - Online- und Out-of-Home-Werbung. Für den Einkauf und die Mediaplanung hat Enterprise PHD in Frankfurt beauftragt. Mit der Agentur arbeitet Enterprise bereits in den USA, Kanada und Großbritannien zusammen.

Warum Enterprise in Deutschland so unbekannt ist? In den USA hat das Unternehmen stets mit den großen Versicherungskonzernen zusammengearbeitet und bei Unfällen Ersatzfahrzeuge geschickt. In Deutschland hat man sich dieses Modells zunächst ebenfalls bedient. Aus diesem Grund finden sich viele Enterprise-Zentralen auch eher in den Vorstädten und Hinterhöfen und sind nicht wie die Filialen der Konkurrenz im Straßenbild sichtbar. Auch das soll sich nun ändern.


Autor:

Conrad Breyer, W&V
Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er liebt alles, was Struktur hat in der Agenturwelt und Werbern unter den Nägeln brennt. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LSBTI-Rechte, insbesondere in der Ukraine.