Plagiatsvorwurf :
Lufthansa vs. Üstra: Jetzt redet der Verkehrsverbund

Plagiatsvorwurf: Kolle Rebbe ist verärgert und wirft den Hannoverschen Verkehrsbetrieben Üstra Ideenklau vor. Jetzt rechtfertigt sich das Unternehmen.

Text: Lena Herrmann

05. Dec. 2012 - 2 Kommentare

Wie der "Kontakter" in seiner Ausgabe vom vergangenen Montag meldete, gibt es Ärger zwischen dem Hannoverschen Verkehrsverbund Üstra und der Hamburger Agentur Kolle Rebbe. Grund der Missstimmung ist eine Kampagne, die der Lufthansa-Kampagne zum Verwechseln ähnlich sieht. Kolle Rebbe-Chef Andreas Winter-Buerke hatte sich bereits im "Kontakter" zu Wort gemeldet. Jetzt nimmt auch Üstra Stellung.

Udo Iwannek, Leiter Stabsbereich Public Relations von Üstra: "Die Motive werden wir so überarbeiten, dass sie keinen Anlass mehr für Vorwürfe bieten. Wir wollen mit unserer Kampagne niemanden verärgern, sondern noch mehr Menschen dazu bewegen, das Nahverkehrsangebot in Hannover zu nutzen. Ähnlichkeiten zwischen der Lufthansa-Kampagne und einzelnen unserer Motive räumen wir ein, weisen aber darauf hin, dass viele Gestaltungselemente unserer Kampagne bereits seit vielen Jahren Teil unseres CDs sind."

Zur Agentur, welche die Kampagne gestaltet hat, äußert er sich nicht: "Die Motive der Kampagne 'üstra verbindet' wurden von einer hannoverschen Agentur gestaltet, die dabei aber Handlungsanweisungen des Kunden Üstra umgesetzt hat. Wie Sie wissen, arbeiten Agenturen immer im Spannungsfeld von Gestaltungsempfehlungen und Kundenwünschen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn ich daher – um ungerechtfertigten Schaden von der Agentur abzuwenden – deren Namen im Zusammenhang mit Plagiatsvorwürfen nicht nennen möchte."


2 Kommentare

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Anonymous User 6. Dezember 2012

Leute, Leute... KolleRebbe hat´s nötig. Wie wenig Souveränität, lauter Kleingeister. Sollten sich freuen, dass irgendeiner vielleicht noch Lufthansa beim Sehen mitnimmt. Ansonsten ja wohl ganz klar und deutlich grün und die Looks dieser Art sind zur Zeit häufig ähnlich. Gut die HL Mechanik geklaut, peinlich für die Hannov. Agentur. Ansonsten.. wie immer viel Geschrei ... Man kanns kaum glauben...

Anonymous User 5. Dezember 2012

Man hätte es auch etwas weniger verklausuliert sagen können – aber immerhin souverän, nicht der Agentur die Schuld in die Schuhe zu schieben. "Wir wollen das selbe in grün." dürfte das Briefing wohl gelautet haben.

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