Agentur-Tour :
Ogilvy macht es vor: Mund auf gegen Blutkrebs!

Ralf Schwartz sucht gemeinsam mit dem Werbefußballverband nach Agenturen, die bei seiner DKMS-Typisierungsaktion mitmachen wollen. Ogilvy hat es bereits getant. Weitere Agenturen werden gesucht.

Text: Daniel Lange

Ogilvy hat es bereits getan. 141 Personen ließen sich an den Standorten Berlin, Frankfurt und Düsseldorf für die DKMS typisieren, auch CEO Thomas Strerath. Initiiert wurde die Aktion von Ralf Schwartz, der selbst an Lymphdrüsenkrebs erkrankte, den Kampf gegen die Krankheit aber gewinnen konnte. 250.000 Menschen verlieren ihn jährlich. Doch keiner spricht darüber. Ralf Schwartz möchte das ändern.

Schwartz hatte Blutkrebs im Endstadium. Seine Lebenserwartung war bei der Diagnose Ende 2012 auf ein halbes Jahr beziffert worden. Dank einer Stammzellentransplantation lebt er. Im Februar 2014 gründete er die Pro-Bono-Initiative krebsuzette.org, um „ein paar Seelen, ein paar Leben zu retten“. Er will enttabuisieren – aufklären. Vor allem in Managerkreisen wird das Thema oft totgeschwiegen.

Ein Arzt sagte zu ihm: „Manager sterben wie die Fliegen.“ Gerade deshalb möchte Schwartz, der lange in der Marketingbranche arbeitete und als Leadership-Strategist Managern beibrachte, „über sich hinauszuwachsen und die Welt zu inspirieren“, darauf aufmerksam machen. Es geht um Corporate Social Responsibility. Die Aktion, mit Wattestäbchen und Infomaterial bewaffnet zu Agenturen zu gehen, begann beim Shutterstock Agency Cup, der jährlich vom Werbefußballverband ausgerichtet wird und der in dieser Sache auch als Partner auftritt. Dort ließen sich 250 Leute für eine Knochenmarksspende typisieren.