Orca Campaign wirbt für Bayern-FDP

Etatgewinn: Die Hamburger Kreativagentur Orca Campaign wirbt im Landtagswahljahr 2013 für die Bayern-FDP, den kleineren Regierungspartner neben der CSU.

Text: Conrad Breyer

Einen Wahlkampf hat die Agentur noch nie geführt. "Aber man spürt richtig, dass sie hungrig sind", sagt Martin Hagen, Hauptgeschäftsführer der FDP in Bayern. Die Partei zieht im kommenden Jahr mit der Hamburger Agentur Orca Campaign in den bayerischen Wahlkampf. Die Schwester von Orca im Hafen um Gründer Klaus Utermöhle hat sich nach einem Bericht des Branchendienstes "Kontakter" im Pitch gegen die Berliner Agentur Etwas Neues Entsteht und gegen Brand Lounge aus Düsseldorf durchgesetzt.

Details nennen kann Agenturchef Jan Ritter noch nicht. Der Mitinhaber und Kreativchef von Orca Campaign, der schon für Ministerien gearbeitet und auch die Gegner der Schulreform in Hamburg begleitet hat, wird den Kunden mit seinem Team betreuen. "Wir haben eine Art Scheinwahlkampf entwickelt", sagt Ritter. Was 2013 auf die Liberalen zukomme, sei ja noch gar nicht absehbar.

Die FDP wirbt mit Spitzenkandidat Martin Zeil um Stimmen. Gut sind die Umfragewerte derzeit nicht. Auch ist der bayerische Wirtschaftsminister im Land nicht recht profiliert. "Da hat sich aber schon einiges geändert", sagt Hagen. Martin Zeil gehöre inzwischen zu den zehn bekanntesten Politikern Bayerns. "Und wie Sie an den vergangenen Wahlen sehen, können sich die Wahlprognosen am Ende ganz schnell ändern."


Autor:

Conrad Breyer, W&V
Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er liebt alles, was Struktur hat in der Agenturwelt und Werbern unter den Nägeln brennt. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LSBTI-Rechte, insbesondere in der Ukraine.