Customized Agency :
P&G: Neue Multiagency aus Publicis, WPP, Omnicom

Marc Pritchard gibt den großen Innovator in Sachen Agenturbeziehungen. Für das P&G-Waschmittelgeschäft in Nordamerika setzt er auf ein nie dagewesenes Modell.

Text: Markus Weber

P&G-Headquarter in Cincinnati.
P&G-Headquarter in Cincinnati.

P&G ist der größte Werbungtreibende der Welt. In den Milliardenmärkten USA und China wagt sich P&G-Marketingchef Marc Pritchard jetzt an einen spannenden Versuch. Er experimentiert mit neuen Agenturmodellen, die offiziell zwar als Pilotprojekte gelten, laut "Adage" aber durchaus auf Dauer angelegt sind.

Am spektakulärsten mutet die neue Agentur-Konstellation für die US-Waschmittelmarken von P&G an: Hier arbeitet P&G künftig mit einer Customized Agency, deren Personalstamm sich aus Publicis-, WPP- und Omnicom-Agenturen zusammensetzt. Geführt wird die neue Einheit von Andrea Diquez, der Chefin von Saatchi & Saatchi New York. In der Einheit sollen (unter anderem) auch Kreative von Leo Burnett und Grey zusammengezogen werden.

Details dazu sollen am kommenden Montag (16.4.) bekanntgegeben werden.

In anderen P&G-Sparten schwebt Pritchard ein Modell vor, in welchem eine Leadagentur mit diversen Projektagenturen zusammenarbeitet, die bei einzelnen Aufgaben zum Zug kommen sollen.

Im Media-Bereich möchte Pritchard künftig mehr Aufgaben inhouse erledigen lassen. Das gilt sowohl für die Mediaplanung als auch für den Mediaeinkauf.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.