Werbe-Holding :
Publicis setzt auf digitale Transformation

"Sprint in die Zukunft": Die weltweit drittgrößte Werbe-Holding hat sich einen Drei-Jahres-Plan verordnet. Publicis setzt künftig verstärkt auf Technologie-Consulting.

Text: Markus Weber

Publicis-CEO Arthur Sadoun will die Agenturgruppe zukunftsfest machen.
Publicis-CEO Arthur Sadoun will die Agenturgruppe zukunftsfest machen.

Für Akquisitionen in diesem Bereich möchte Publicis bis 2020 zwischen 300 und 500 Millionen Euro ausgeben. Der Umsatzanteil der Beratungsleistungen und Services im Bereich digitale Transformation soll sich bis dahin auf 30 Prozent verdoppeln. Das gab Publicis-CEO Arthur Sadoun jetzt auf einer Investorenkonferenz in London bekannt.

Die ehrgeizige Agenda, die ausgerechnet in der Heimat des Konkurrenten WPP vorgestellt wurde, hört auf den Namen "Sprint in die Zukunft". Die Agenturgruppe setzt künftig vor allem auf Data Marketing, Dynamic Creativity (personalisierter Content) und Technologie-Consulting. Für letzteren Bereich ist die Digitalsparte Publicis Sapient zuständig, für die hierzulande Ex-GWA-Präsident Wolf Ingomar Faecks verantwortlich ist.

Darüber hinaus setzt Publicis-Chef Sadoun auf Kostensenkungsmaßnahmen: Unter anderem durch die Bündelung von Produktionskapazitäten sollen 450 Millionen Euro eingespart werden.

Die internationalen Werbe-Holdings sind derzeit erheblichem Druck ausgesetzt, weil Kunden ihre Budgets reduzieren und immer mehr Ressourcen zurück ins eigene Haus holen.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.