Vor einem Jahr hatte Ergo die abgespeckte, ausschließlich digitale Autoversicherung auf den Markt gebracht. Statt einer Hotline soll der Kunde seine Fragen beispielsweise über Amazon Alexa beantwortet bekommen.

Mit dem einfachen Versicherungskonzept will Ergo den digitalen Wettbewerbern aus dem Insurtech-Bereich etwas entgegensetzen. 32 000 Kunden und 15 Millionen Euro Umsatz kann Nexible ein Jahr nach Start vorweisen. Die Zielgruppe ist derzeit im Schnitt 45 Jahre alt und soll sich durch die Kampagne verjüngen.

Nexible-CEO John-Paul Pieper sieht Dojo dabei als "strategischen Partner" und will längerfristig mit der Berliner Agentur zusammenarbeiten. So soll ein weiterer Film zum Thema Reiseversicherung folgen.

Für die Dojo-Produktionstochter Pretty Ugly ist der aktuelle Clip derjenige mit dem bislang größten Produktionsbudget. Für Pieper und Nexible waren die zwei Produktionstage auf Mallorca eher günstig. Die Kampagne läuft bewusst nur Online: "Eine TV-Kampagne hätte zehn- bis fünfzehn mal soviel gekostet", sagt Pieper.

Die Nexible-Mutter Ergo und ihr neuer CMO Stefan Fischer suchen inzwischen ebenfalls wieder eine langfristige Leitagentur, nachdem Jung von Matt interimsmäßig für Ergo-Produkte geworben hatte.


Autor:

Judith Pfannenmüller
Judith Pfannenmüller

ist Korrespondentin für W&V in Berlin. Sie schaut gern hinter die Kulissen und stellt Zusammenhänge her. Sie liebt den ständigen Wandel, den rauhen Sound und die thematische Vielfalt in der Hauptstadt.