Kampagne :
Spermien und Eizellen sprechen für die Deutsche Bahn

Die Agentur Ogilvy & Mather appelliert in einem neuen Spot der Deutschen Bahn an die Menschen, am 8. Januar doch mal wieder "zusammen zu kommen".

Text: Manuela Pauker

Lagebesprechung: Am 8. Januar geht es ab - meint zumindest die Deutsche Bahn.
Lagebesprechung: Am 8. Januar geht es ab - meint zumindest die Deutsche Bahn.

Im Herbst kommen laut Statistik die meisten Kinder zur Welt. Rechnet man neun Monate zurück, dürfte der Tag mit der höchsten Empfängnis-Rate also am Jahresanfang sein – und laut eines aktuellen Spots der Deutschen Bahn ist es der 8. Januar.

Der Werbeclip, den die Agentur Ogilvy & Mather für den Bereich Personenverkehr produziert hat, appelliert an "Fernbeziehungen, Nahbeziehungen, Ab-und-zu-Beziehungen", mal wieder "zusammen zu kommen" - natürlich eine bewusst zweideutige Formulierung.

Film-Klassiker als Inspiration

Für den Spot, in dem Eizellen und Spermien von ihren Trainern mit einer emotionalen Ansprache auf den großen Tag  vorbereitet werden, haben sich die Macher offensichtlich von einem Woody-Allen-Klassiker inspirieren lassen: In einer Szene des Films "Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten" unterhalten sich Spermien vor ihrem großen Absprung.

Eizellen spielen - anders als im DB-Film - bei Woody Allen allerdings nicht mit. Zu sehen ist der Clip leider nicht mehr: Die Bahn hat den Spermien-Spot inzwischen eingefroren ...

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In den Sozialen Medien findet der Spot Anklang. Einige Nutzer machen bereits (nicht ganz ernst gemeinte) Vorschläge, wie die Bahn das Angebot am 8. Januar noch verbessern könnte – beispielsweise mit mehr Zweier-Abteilen in den Zügen oder Rotlicht in den Waggons.

Einige sind aber auch mehr als skeptisch: Sie glauben, dass bei der Bahn der Eisprung garantiert verspätet stattfindet.


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde