Stichwort: Handhabung

Zudem ist auch die Handhabung von Instagram und TikTok eine völlig andere. Instagram-Stories sind (für den Privat-Nutzer) schnell mal nebenbei gemacht und leben größtenteils von Moment-Aufnahmen. Videos auf TikTok sind zwar einfach umgesetzt, brauchen aber im Vorfeld einen Plan, eine Choreographie und müssen trendorientiert sein. Zwar sind beide Apps Inspirations-Kanäle, jedoch ist auch hier der Verlauf ein anderer. Während man den Feed bei Instagram durchscrollt, sein eigenes Profil mit einem Post bespielt und beim nachfolgenden Öffnen nur noch die Performance der eigenen Inhalte checkt, öffnet man TikTok im Laufe eines Tages immer wieder mit dem Ziel, sich von neuem Content berieseln zu lassen. In der Idee und Nutzung sind das einfach zwei unterschiedliche Apps. Am ehesten Vergleichen ließe sich diese Handhabung noch mit Snapchat. Allerdings können wir hier bei weitem noch nicht von der Reichweite und den Nutzerzahlen in diesem Ausmaß sprechen, weshalb auch dieser Vergleich eigentlich keiner ist.

Stichwort: Prognose

Aber Vergleiche hin oder her, am Ende des Tages ist vor allem eines relevant: die Langfristigkeit von TikTok. Nach aktueller Trendprognose scheint der Hype etwas Andauerndes zu sein, in das es sich auf jeden Fall zu investieren lohnt. Die Konkurrenz auf dem deutschen Markt ist noch klein, die Reichweiten (ohne Budget auf die Posts legen zu müssen) groß. Ausprobieren tut hier also keineswegs weh – im Gegenteil! Doch am Ende des Tages lässt sich erst in ein paar Monaten tatsächlich sagen, wie erfolgreich die App aus China wirklich ist und wie lange sie uns begleiten wird. Über Instagram und Facebook hingegen, müssen wir nicht sprechen. 


Autor: W&V Leserautor

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