Green Productions rücken in den Fokus

Über die Ökobilanz bei einer Anreise von zehn bis 15 Personen sollte man eventuell auch nachdenken in Zeiten in denen "Green Productions" immer mehr in den Fokus rücken. Im vergangenen Jahr wurde eine große Automobil-Produktion mit einem Budget von über einer halben Million Euro in Kiew realisiert, obwohl ein Dreh in Berlin nur 4.000 Euro teurer gewesen wäre. Es sind aber 14 Personen angereist, davon sechs vom Kunden der Agentur. Darüber wird leider nicht - oder zu wenig - nachgedacht.

Ein letzter Punkt: Die Gagen in den osteuropäischen Ländern steigen ständig. In den EU-Ländern schon länger, weshalb Standorte wie Prag oder Budapest längst zu teuer sind. So wird es weitergehen, über Bukarest, Warschau, die baltischen Städte, Kiew etc., während die Gagen in Deutschland weitestgehend stabil bleiben. Irgendwann wird man in Kasachstan landen oder Usbekistan, wenn man das wirklich möchte. Samarkand soll ja sehr schön sein.

Im Ernst: In ein paar Jahren wird man sich zwangsläufig auf den Produktionsstandort Deutschland zurückbesinnen. Nur, dass es dann einen Mangel an qualifizierten Filmschaffenden geben wird. Weil mangels Perspektive der Nachwuchs ausbleibt.

Zum Gastautor: Tony Petersen hat jahrzehntelang Werbefilme produziert. Heute ist er als Vorstand für die Produzentenallianz tätig.


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