Lesetipp :
Warum die Werbebranche besonders sexistisch ist

Die Grafikerin Ashley Winkler hat die sexistischen Sprüche, die sie sich zwölf Jahre lang in Agenturen anhören musste, gesammelt veröffentlicht. Mit Spiegel Online spricht sie über ihre Erfahrungen.

Text: Manuela Pauker

Auf ihrem Blog "Melaphelia" führt Winkler die Diskussion weiter.
Auf ihrem Blog "Melaphelia" führt Winkler die Diskussion weiter.

Die österreichische Grafikerin Ashley Winkler Jahren ist seit vielen Jahren in der Werbebranche tätig. In dieser Zeit durfte sie sich an ihren Arbeitsplätzen einiges an sexistischen Sprüchen anhören: Sätze wie "Wir brauchen eh wieder eine Frau im Team, die Kaffeemaschine ist seit Monaten nicht mehr gereinigt worden", "Kann irgendwer von Euch Mädels mal das Klo putzen? Die Putzfrau ist krank" oder "Ja, wir zahlen Frauen weniger. Das liegt halt daran, dass ihr eine Woche pro Monat quasi nicht arbeitsfähig seid" gehörten in vielen Agenturen zum normalen Umgangston, so Winkler im Gespräch mit Spiegel Online.

Winkler, die  mittlerweile vor allem als Webdesignerin und Gestalterin in unterschiedlichen Bereichen arbeitet, hat die gesammelten Zitate Ende November auf ihrem Twitter-Account unter dem Titel "Sexistischer Bullshit der Arbeitswelt. Ein Thread" veröffentlicht. Daraufhin erhielt sie viele Reaktionen von Frauen und auch Männern, die Ähnliches erlebt hatten.

Im Interview mit Spiegel Online erzählt sie, weshalb sie bereits seit ihrer Jugendzeit Tagebuch über sexistische Bemerkungen führt, weshalb sie zur Feministin wurde - und warum sie die Werbebranche in Sachen Sexismus für besonders anfällig hält.


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde