Falls Mobile insgesamt hinter den Erwartungen zurückbleiben sollte: Könnte der Smartphone-Boom für Digitalvermarkter am Ende dasselbe bedeuten, was das Internet damals für Print einläutete?

Bechler: Das Internet hat für Print nicht primär zu einem Rückgang der Vermarktungserlöse, sondern vielmehr zu einem Rückgang von Vertriebserlösen geführt, da es bis heute nicht gelungen ist, in der Breite entsprechende Pay-Modelle zu etablieren. Insofern hinkt der Vergleich für mich. - Meine Überzeugung: Marken werden auch künftig mit ihren Werbespendings ihren Zielgruppen folgen. Auch in die mobile Welt.

Wo genau sehen Sie die Stärken von Instagram. Was macht die Plattform für Marketer so attraktiv?

Auf Instagram erreichen Advertiser ihre Zielgruppe in einem brandingstarken Umfeld mit extrem hoher Authentizität. Die Nähe zwischen Content, User und am Ende der Marke ist hier entsprechend hoch. Spannend wird sein, wie stark Instagram Ads künftig auch Messbarkeit ermöglichen und ob dieser Kanal auch da nachhaltig überzeugen kann.

Geht's dabei ausschließlich um Branding oder kann Instagram mehr?

Ich vermute, dass es auch eine Reihe von Experimenten geben wird, Instagram stärker als Aktivierungskanal zu nutzen. Ich persönlich glaube aber an Instagram primär als Branding-Kanal, der über Bilder und Bewegtbild starke Emotionen erzeugen kann.



Markus Weber, Redakteur W&V
Autor: Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.