PR-Agenturranking :
Wie es für die 10 größten PR-Agenturen läuft

Richtig gut! Die Ergebnisse des 22. PR-Agenturrankings des PR-Journals skizzieren eine insgesamt boomende Branche.

Text: Petra Schwegler

Im 22. PR-Agenturrankings des PR-Journals wird deutlich: Es läuft in der Branche. Für das vergangene Jahr sind fast acht Prozent höhere Honorarumsätze und sechs Prozent mehr Mitarbeiter registriert worden. "Damit hat die Branche dem Wachstum der letzten Jahre einen weiteren Schub verliehen", heißt es. An der Spitze der größten PR-Agenturen liegt wie in den Vorjahren die MC Group, gefolgt von Fischer Appelt und der Ketchum Agenturgruppe.

Initiator des Rankings ist Gerhard Pfeffer, Herausgeber des PR-Journals. Er fasst die Ergebnisse so zusammen: "2017 war für die deutschen PR-Agenturen ein herausragendes Jahr. Das Umsatzwachstum toppte die ohnehin guten Zuwachsraten der vorherigen Jahre deutlich." Auch die Zahl der Mitarbeiter sei erheblich gestiegen – "und gerade in diesem Bereich könnte ein Risiko für die Branche liegen", schränkt Pfeffer ein. Die Ansprüche der Agenturen an die Qualifikationen von PR-Schaffenden würden stetig steigen. Ein starker Bedarf an hochqualifizierten Kräften bei zu geringem Angebot könne das Wachstum bremsen. "In der Werbung ist dies bereits der Fall", so Pfeffer.

Stetiges Wachstum seit 2014

Eingeflossen in das Ranking sind alle Daten, die bis zum Stichtag 12. April vorlagen:

  • 133 Agenturen hatten sich an dem Ranking beteiligt. Sie erwirtschafteten einen Honorarumsatz von über 688 Millionen Euro und beschäftigten Ende 2017 insgesamt 6297 Mitarbeiter.
  •  39 der teilnehmenden Kommunikationsdienstleister (29,3 Prozent) haben ihre Ergebnisse mit Testaten belegt. Die an der Umfrage teilnehmenden Agenturen verzeichneten einen Honorarumsatz von 688,21 Millionen Euro. Dies ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 7,94 Prozent. "Nach Zuwächsen von 4,2 Prozent in 2014 und 6,7 Prozent in 2015 sowie 4,9 Prozent in 2016 setzt sich der Aufwärtstrend damit im vierten Jahr in Folge fort", heißt es.
  • Der Durchschnitts-Pro-Kopf-Umsatz betrug für 2017 knapp 110.000 Euro.
  • Die Top 20 erinnert das Team des PR-Journals "stark an die deutsche Fußball-Bundesliga": Seit nunmehr sechs Jahren steht laut Ranking die MC Group, Berlin/Köln, ganz oben. Unter den ersten 10 sei ebenfalls kaum Dynamik zu spüren, heißt es. Die Plätze 2 bis 7 sind unverändert zum Vorjahr. Aber Achtung! tauschte mit Faktor 3 die Plätze und liegt jetzt auf Rang 8, Faktor 3 somit auf Rang 9.
  • Bemerkenswert sei der hohe Einstieg eines Newcomers. Ressourcenmangel, Berlin, nahm zum ersten Mal am PR-Agenturranking teil und landete aus dem Stand auf Platz 10. 
  • Die Agenturen mit dem höchsten Zuwachs 2017 waren Ogilvy PR (plus 84 Prozent Platz 39), Cohn & Wolfe (plus 71,2 Prozent Platz 21) sowie Adel & Link (plus 67 Prozent, Platz 115). Mit 1,1 Prozent sei im Vergleich dazu das Wachstum beim Tabellenführer MC Group "bescheiden" ausgefallen.
  • Die derzeit 36 GPRA-Agenturen erreichen mit 346,3 Millionen Euro Honorarumsatz einen Anteil von 50,3 Prozent am Gesamthonorar aller 133 Agenturen.
  • Die wichtigsten PR-Standorte sind Hamburg, gefolgt von Berlin, der Rhein-Main-Region, München, Rhein-Ruhr sowie Köln/Bonn.

Wie sich die Top-10-Agenturen im Einzelnen geschlagen haben, das sehen Sie in dieser Tabelle:

Die Elite der deutschen PR-Branche.

Die Elite der deutschen PR-Branche.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.