Kreation des Tages :
Wie Ottonova rotzfrech Wahlplakate abkupfert

Farben, Bilder, Schriften, Claims: Der digitale Krankenversicherer bedient sich schamlos am Kampagnen-Repertoire der Parteien, um sich selbst als freche Angreifermarke zu positionieren.

Text: Markus Weber

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Bei diesen beiden Plakaten ließ sich Ottonova von der CDU und den Grünen inspirieren.
Bei diesen beiden Plakaten ließ sich Ottonova von der CDU und den Grünen inspirieren.

Die nach eigenen Angaben "erste digitale Private Krankenvollversicherung" hat erst vor zweieinhalb Monaten mit dem Vertrieb ihrer Produkte begonnen. Vorangegangen war ein gut einjähriges Genehmigungsverfahren durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Ottonova nutzt nun die Zeit um die Bundestagswahl herum, um sich als freche Angreifermarke zu positionieren. Mit 14 verschiedenen Plakatmotiven nimmt das Münchner Start-up dabei die Wahlversprechen der vier größten bundesdeutschen Parteien aufs Korn. Zu sehen sind die Plakate auf über 100 Megacity-Lights und Großflächen an hochfrequentierten Stellen in Berlin, Hamburg und München.

Die Kampagne wurde komplett inhouse umgesetzt und wird bis zum 28. September zu sehen sein - auch in den sozialen Netzwerken.

Hier nimmt Ottonova die Lindner-Kampagne der FDP aufs Korn.

Hier nimmt Ottonova die Lindner-Kampagne der FDP aufs Korn.

Und so plagiiert Ottonova den SPD-Auftritt.

Und so plagiiert Ottonova den SPD-Auftritt.

 

Bei Ottonova handelt es sich um die erste Neugründung einer Krankenvollversicherung seit mehr als 17 Jahren. Zu den Investoren gehören die Debeka, Holtzbrinck Ventures, Vorwerk Ventures, Tengelmann Ventures, BtoV und STS Ventures. Zielgruppe des Unternehmens ist in erster Linie die junge, digital-affine Bevölkerungsgruppe.

Mit dem Namen Ottonova spielt das Start-up auf den Erfinder der Krankenversicherung, Otto von Bismarck, an.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



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Mathias Piecha 8. September 2017

Guten Morgen, das macht GimCat schon länger: https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=1583516521699062&id=188590251191703

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