#Metoo :
Wieden + Kennedy London entlässt Strategiechef Colman

Die preisgekrönte Agentur hat sich überraschend von ihrem Strategiechef getrennt. Hintergrund ist offenbar ein Fehlverhalten gegenüber einer Kollegin.  

Text: W&V Redaktion

Strategiechef Paul Colman musste Wieden + Kennedy London verlassen.
Strategiechef Paul Colman musste Wieden + Kennedy London verlassen.

Die Agentur Wieden & Kennedy  London hat sich überraschend von ihrem Strategiechef Paul Colman getrennt. Einen offiziellen Grund will die Agentur dafür nicht nennen, ließ jedoch öffentlich verlauten, dass man Bedrohungen oder Belästigungen aller Art in keinster Weise toleriere. "W&K does not tolerate harassment of any kind. If harassment or inappropriate conduct is reported a timely investigation is conducted, and if a violation is found to have occurred, appropriate corrective action is taken", zitiert das Marketing-Fachblatt Ad Age eine Agentursprecherin. Das Blatt will erfahren haben, dass es gegen Colman mindestens eine Beschwerde wegen unangemessenen Verhaltens gegenüber einer weiblichen Kollegin gab.

Colman stieg im Jahr 2007 bei Wieden & Kennedy London als Head of Planning ein und arbeitete davor für die Agentur unter anderem für den Kunden Yakult. Auf der Kundenliste von W+K London stehen außerdem Nike, Honda, Lurpak, Arla Food, Babbel, TK Maxx, Finish und andere.  

Einen Monat zuvor hatte sich laut "Ad Age" bereits die Agentur Martin Agency von ihrem Chief Creative Officer Joe Alexander getrennt. Vorangegangen war eine interne Untersuchung wegen Beschwerden über sexuelle Belästigung. Und SapientRazorfish trennte sich von Manager Adam Grohs, der erst 2017 den Business Development Lead für Nordamerika übernommen hatte. Der Grund waren offenbar Beschwerden über seinen Führungsstil und die Diskriminierung von Frauen. 


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W&V Redaktion
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