Praktikantengehälter :
8.000 Dollar: So viel verdient ein Praktikant bei Facebook

Das Silicon Valley ist auch für Praktikanten eine echte Goldgrube: Wenn sie bei Google oder Facebook unterschrieben haben, können sie mit überdurchschnittlichen Gehältern rechnen. Allerdings sind auch die Kosten nicht gerade gering.

Text: Anja Janotta

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Facebook ist ein begehrter Arbeitgeber für Praktikanten.
Facebook ist ein begehrter Arbeitgeber für Praktikanten.

Spitzenreiter ist Facebook: Nach einer neuen Erhebung des Karriereportals Glassdoor zahlt das soziale Netzwerk qualifizierten Praktikanten in den USA bis zu 8.000 Dollar im Monat. Das entspräche immerhin einem Jahresgehalt von 96.000 Dollar. Zum Vergleich: Im Schnitt verdient ein Angestellter in den USA 51.516 Dollar im Jahr. Nicht nur das attraktive Gehalt, sondern auch die offene Firmenkutur und die guten internen Entwicklungsmöglichkeiten machen Facebook zu einem begehrten US-Arbeitgeber, der im Glassdoor-Beliebtheitsranking deswegen auch ungeschlagen die Nummer eins inne hat.

Am zweitmeisten zahlt übrigens Microsoft, wo ein Praktikant 7.100 Dollar je Monat einstreicht. Gefolgt von ExxonMobil mit 6.507 Dollar je Monat. Danach sind wieder Hightech-Firmen gelistet: Salesforce-Praktikanten kommen auf 6.450 Dollar monatlich, Amazon-Praktikanten auf 6.400 Dollar, Apple-Zöglinge ebenso.

Auch andere Tech-Firmen entlohnen offenbar recht ordentlich: Yelp überweist seinen Praktikanten 6.400 Dollar, Yahoo 6.080 Dollar, Google 6.000 Dollar, Adobe 5.120 Dollar in den USA. Allerdings sind die Zahlen mit deutschen Standards kaum vergleichbar, denn auch die Lebenshaltungskosten sind gerade im Silicon Valley nicht gerade gering. Eine Einzimmer-Wohnung in der Nähe von Facebooks Menlo Park schlägt allein schon mit 2.300 Dollar zu Buche. Auch in Mountain View, dem Herzen des Silicon Valley, bleibt es bei gut und gern 2.300 Dollar je Einzimmerwohnung. Im nahen San Jose - ein bisschen Fahrzeit ins Silicon Valley eingerechnet - ist man immer noch mit 1.800 Dollar dabei, wie das Magazin Business Insider berichtet.

Für die Aufstellung hat Glassdoor die Stellenausschreibungen für Praktikanten über ein ganzes Jahr verfolgt und ausgewertet. Allerdings muss man davon ausgehen, dass die Praktikantenstellen nicht einem hiesigen Durchschnittspraktikum entsprechen, sondern für qualifizierte Talente ausgeschrieben sind, die einen akademischen Abschluss, wenn nicht gar einen Doktortitel mitbringen.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.



1 Kommentar

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Martin Eggert 19. Mai 2017

Nun ja, der Vergleich hinkt ein wenig.

Ein Praktikum in München bringt 450€, bei wohlwollenden Arbeitgebern gerne 800€
Dem steht eine Einzimmer-Wohnung von min. 500€ entgegen und das wohlgemerkt nur mit sehr viel Glück. D.h. da ist bei 450€ schon das Minus, wovon noch kein Kaffee getrunken, keine Semmel gegessen und kein Bahnticket gezogen ist.

8.000$ trotz "Hohen Lebenserhaltungskosten" in den Vergleich zu setzen, ist, selbst wenn man 3.000$ für eine Wohnung zahlt, irgendwie nicht angemessen. Dann bleiben immerhin trotzdem noch 5.000$ - das sind eine ganze Menge Kaffee, Semmeln und Bahntickets. ;)

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